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Holzarten-Index

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Afzelia Maser

Makamong, Craib, Afzelia (Afzelia xylocarpa) stammt aus SO-Asien, die Bäume sind in Laos, Thailand, Burma, Vietnam und Kambodscha beheimatet. Die stattlichen Bäume werden bis zu 300 Jahre alt und erreichen ca. 30 Meter Höhe bei max. 2 m Durchmesser. Das Holz dieser Bäume ist dort hoch geschätzt, seine Härte und Beständigkeit sind so groß, dass es eine sehr breit gestreute Verwendung vom Möbelbau über Fußböden bis zum Hausbau findet. Das sehr dichte, harte Holz zeigt orange-rötliche Farbe, die zu einem warmen, rotgoldenen Ton altert und der von Amboina sehr ähnelt. Besonders attraktiv ist das Maserholz dieses Baumes, das allerdings auch sehr selten ist und mit seiner verschlungenen, wilden Maserung zu den absoluten Raritäten gehört.

Afzelia Xylay
Makamong, Mai Te Kha (Afzelia xylocarpa) ist ein Baum aus der tropischen Zone Südostasiens, er wächst in Vietnam, Laos, Kambodscha, Burma und Thailand vereinzelt und stellt in diesen Ländern eine sehr begehrte, wertvolle und seltene Spezialität dar, die im Hausbau, für Möbel, Schnitzereien und Musikinstrumente sehr gesucht ist. Der Name Afzelia ist in Europa für ein billiges afrikanisches Holz (Afzelia quanzensis) bekannt, das aber sehr langweilig im Vergleich zum asiatischen Verwandten wirkt. Der Baum wird bis zu 30 m hoch und kann in 200-300 Jahren einen Durchmesser von bis zu 2 Metern erreichen

Ahorn, Eschenblättriger
Eschenblättriger Ahorn (Acer negundo) entwickelt einmalig schönes Maserholz, es ist etwas heller, gelblicher und leichter als das Holz des Bergahorns. Es glänzt stark und hat eine deutlich erkennbare Maserung. Im Wurzelbereich bildet es vereinzelt Maserknollen, die relativ weich, von einzigartiger Feinheit der Maserung sind und sehr schön aussehen Die farben können von sehr hellem gelb über braun bis ins rötliche reichen. Die Maserung lst sich durch Beizen und anschließendes Schleifen noch stark hervorheben, dabei dringt Beize tiefer in Wirbel ein als ruhige Stellen und erhöht so den Kontrast des Holzes!

Ahorn, Feldahorn
Der Feldahorn (Acer campestre) ist über fast ganz Europa verbreitet; auch Nordamerika und Westafrika sind seine natürlichen Wuchsgebiete. Er ist eine Besonderheit unter den Ahornbäumen: Feldahorne, auch Maßholder genannt, wachsen vereinzelt als Solitäre und kommen oft über Strauchgröße nicht hinaus, obwohl sie 150 jahre alt werden können. Wenn sie Baumgröße erreichen, liefern sie ein sehr schönes Holz: es ist wesentlich härter, Dichter und feiner gemasert als das von Bergahorn oder Spitzahorn. Die Farbe des Holzes ist Gelb-Bräunlich bis Graubraun, es glänzt und hat eine deutlich erkennbare sehr feine Maserung, dabei ist es ist sehr feinporig. Aufgrund seiner feinen Struktur gehört es zu den besonders gesuchten Hölzern für Drechsler und Spielzeugmacher, es wurde für Schalen, Schüsseln und Besteck verwendet. Auch Pfeifenmacher verwenden gern das Holz des Feldahorns, besonders die Maserknollen sind zur Herstellung von Pfeifen besonders gesucht.

Ahorn, Zuckerahorn
Das Holz dieses aus Nordostamerika und Kanada stammenden Baumes (Acer saccharum) wird in den USA wegen seiner hohen Härte Hard Maple genannt. Es ist wirklich sehr hart, feinporig und von schöner heller cremig-weißer Farbe, aus dem Saft wird der bekannte Ahorn-Zuckersirup gewonnen. Das Holz wiegt ca. 750 kg/m3 und wird vielfältigst für Fußböden, Türen und Fenster verarbeitet. Besonders interessant wird es bei Hard Maple dort, wo schöne Maserungen auftreten: zwar ist dies nur bei ca. 5 % aller Stämme der Fall, umso spektakulärer können Riegel-, Muschel- oder Vogelaugenahorn wirken, wenn sie für teuren Billardqueues, Gitarrenhälse, Decken oder Bodies verwendet werden. Die technischen Eigenschaften von Hard Maple sind exzellent, es lässt sich bestens bearbeiten und hat ein hervorragendes Stehvermögen.

Ahorn, Vogelaugenahorn
Dieser Ahorn (Acer sacchaurum) bildet als Besonderheit die namensgebenden Vogelaugen in der Maserung. Die geaugte Struktur des Holzes entsteht durch Wachstumsstörungen des Kambiums: infolge Wucherung schlafender Knospen bilden sich Stiftästchen, welche wieder überwachsen werden und so diese seit Jahrhunderten in der Kunsttischlerei geschätzte Struktur ergeben.

Ahorn, Bergahorn
Der Bergahorn (Acer pseudoplatanus) ist ein Baum, der eine sehr breite Palette an Holz für die unterschiedlichste Anwendungen entwickelt. Der Baum wächst bevorzugt in Höhenlagen Westeuropas, nach Verbreitung durch den Menschen aber auch im Flachland. Das Holz des Bergahorns wird seit vielen Jahrhunderten von Tischler für die unterschiedlichsten Zwecke im Möbelbau verwendet, der klassische Wirtshaustisch ist z. B. aus diesem schönen hellen Holz. Aber auch von Musikinstrumentenbauern wird Ahornholz sehr geschätzt, ganz besonders in seiner geriegelten Variante, die durch wellenförmigen Wuchs der Holzfasern entsteht.

Ahorn, Riegelahorn
Riegelahorn(Acer pseudoplatanus) stellt eine sehr gesuchte Besonderheit der Maserung des Bergahorns dar. Dieser wird in geringen Mengen aus Bosnien, Schottland und Süddeutschland / Tirol auf den Markt gebracht und seit vielen Jahrhunderten von Musikinstrumentenbauern sehr geschätzt. Die Maserung entsteht durch einen wellenförmigen Verlauf der Holzfaser in Längsrichtung. Es ist DAS klassische Holz für feinste Violinenböden und Gitarrendecken, aber auch in der Kunsttischlerei wird es für feinste Arbeiten verwendet.

Ahorn, großblättriger, Oregonahorn
Oregonahorn, Amerikanischer Ahorn sind Namen für das Holz des im westlichen Nordamerika entlang der Küste wachsenden großblättrigen Ahorns (Acer macrophyllum). Die mächtigen Bäume werden groß und können bis zu 1,40 Meter dicke Stämme entwickeln, sie sind schnellwüchsig und besitzen auffallend große, zarte und fein gerippte Blätter, die typischerweise 35 x 25 cm groß werden. Das Holz dieses Baumriesen ist hell, dabei stärker ins rötliche tendierend als alle anderen Ahornhölzer und hat eine große Farbbandbreite, die von gelblich hellbraun über zartrosa bis zu korallenrot reichen kann, oft auch noch attraktiv gemasert mit Blasen- oder Wolkenmustern (quilted) oder auch fein geriegelt. Maserknollen kommen an diesem Baum öfter vor, leider ist die Nutzbarkeit für größere Objekte stark dadurch eingeschränkt, dass sehr oft Hohlräume und Rindeneinschlüsse vorkommen

Ahorn, Spitzahorn
Der Spitzahorn (Acer platanoides) ist ein von Mitteleuropa bis in den Kaukasus sehr weit verbreiteter Baum, der oft wie Unkraut an den unmöglichsten Stellen in unseren Städten zu wachsen schafft und so seine überdurchschnittliche Überlebensfähigkeit beweist. Die Bäume werden meist sehr groß, 30 Meter Höhe sind keine Seltenheit. Ahornholz ist hochwertig, es wird für fast alle denkbaren Zwecke in Innenräumen verwendet und begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden. Im Handwerk wird es für Möbel, Fußböden, Vertäfelungen verwendet, aus Ahornholz gedrechselte Löffel, Becher, Schüsseln, Teller und Schneidbretter dienen bis heute den Menschen als Essgefäße und Küchengeräte. Seine Feinporigkeit und helle Farbe machen es für diese Verwendung besonders geeignet, wie auch für feine Mess- und Zeichengeräte sowie Musikinstrumente.

Amaranth
Amaranth (Peltogyne paniculata), auch Purpurholz, Violettholz genannt, kommt aus Surinam, Guyana und Mexiko. Frisch eingeschnitten ist es stumpf Grau, es verwandelt sich aber durch Einwirkung von Licht und Luft schnell in ein tief violettes Holz, hart und sehr dicht. Weil das Holz sehr kostbar ist, wird es nur für hochwertigte kleine und feine Holzarbeiten genutzt. Zum Schutz vor verbräunung sollte das Holz gegen UV-Strahlung geschützt werden.

Amarello
Amarello, Pau Amarello, Yellowheart (Euxylophora paraensis) wächst in der Provinz Para in Brasilien und ist wohl das Holz mit der intensivsten gelben Farbe. Seine Dichte, Feinheit in Struktur und Farbe ähnelt sehr der des Buchsbaums, es ist ein Buchsbaum-Ersatzholz, das dem echten europäischen Buchsbaum sehr nahekommt, obwohl es gar nichts mit diesem zu tun hat! Im Gegensatz zu echtem Buchs ist dieses Holz in größeren Dimesionen verfügbar und daher gut am Markt eingeführt, weshalb ich es auch in dieser Rubrik plaziere. Seine extrem gelbe Farbe macht es zu einem echten Hingucker, besonders in Kombination mit z.B. Ebenholz in gedrehten Objekten!

Amberbaum
Als Amberbaum (Liquidambar styraciflua) wird bei uns ein Baum bezeichnet, der aus Nord- und Mittelamerika stammt und dort Red oder Sweet Gum genannt wird. Die großen Bäume werden bis zu 40 m hoch und haben auch bei uns Verbreitung gefunden, sie werden wegen ihres spektakulären Farbwechsels im Herbst mit leuchtend purpurroten Blättern als Zierbaum angepflanzt. In den USA ist der Baum gefragt als Holzlieferant, sein zähes Holz ist schön gemasert, das rotbraune bis dunkelbraune Kernholz (Red Gum) kontrastiert gegen sehr breites fahlgelbes, harzreiches Splintholz (Sap oder Sweet Gum). Das Holz wird vielfältig im Möbelbau verwendet, sowohl massiv als auch zu attraktiven Furnieren verarbeitet. Das durch Anstechen von Harzblasen unter der Rinde gewonnene Namensgebende Harz (Liquidambar=Liquid Amber, flüssiger Bernstein) wird noch heute vielfältig verwendet, seine Bestandteile werden bei der Herstellung von Kaugummi, Parfüms, Seifen und Kosmetik verwendet, die Aromen für Lebensmittel und zur Tabakparfümierung eingesetzt

Amboina, gelbes
Moudui Maser, auch gelbes Amboina genannt, (Pterocarpus spp.) kommt aus Südostasien, meist aus Laos und Thailand und ist eines der seltensten und teuersten Hölzer. Die Maserknollen sind meist ohne größere Fehler, Löcher oder Einwüchse und deshalb sehr gefragt. Nach der Oberflächenbehandlung zeigt das Holz große optische Tiefe und Lebendigkeit, de Farbe ist ein intensives Gelb bis Orangerot. Leider kommen keine Maserknollen mehr auf den Markt, was zu einem konstanten Anstieg der Preise geführt hat.

Amboina, rotes
Amboina (Pterocarpus indicus) ist ein großer Baum, der unter vielen Namen wie Red Narra, New Guinea-Palisander, rotes Sandelholz, Angsana in Südostasien bekannt und sehr geschätzt ist. Seine Verbreitung reicht vom Malaiischen Archipel, den Philippinen, Borneo, Neuguinea, Indonesien bis auf die Salomonen. Das Holz des Baumes ist sehr hart, dicht und zeigt oft einen schönen Lüster. Die Farbe des Kernholzes ist intensiv Feuerrot, auch gelbe oder bräunliche Farben bei den minderen Qualitäten kommen vor, umgeben von fahlgelbem Splintholz. Das Holz verströmt einen höchst aromatischen Duft und lässt sich bestens von Hand bearbeiten, es wird in Asien wegen seine guten Eigenschaften und Beständigkeit als exklusives Möbelholz und für Fußböden so sehr geschätzt, dass viele Länder Exportbeschränkungen zu seinem Schutz erließen. In Asien gehört Narra damit zu den teuersten Hölzern, doch Maserknollen dieser Bäume, die unter dem Namen Amboina-Maser für die Furnierherstellung sehr gesucht sind, übertreffen diesen schon hohen Holzpreis um ein Vielfaches: diese Maserknollen sind und waren die mit Abstand teuersten Raritäten des weltweiten Holzhandels, ausschließlich benutzt für exklusivste Arbeiten. Innenausstattungen von Rolls Royce, Maybach und Privatjets arabischer Fürsten wurden mit diesem einmaligen Furnier veredelt!

Amboina, Narra
Narra (Pterocarpus indicus) ist ein großer Baum, der unter vielen Namen wie Red Narra, Amboina, New Guinea-Palisander, rotes Sandelholz, Angsana, Salomon-Padouk in Südostasien bekannt und sehr geschätzt ist. Seine Verbreitung reicht vom Malaischen Archipel, den Philippinen, Borneo, Neuguinea, Indonesien bis auf die Salomonen. Das Holz des Baumes ist sehr hart, dicht und zeigt oft einen schönen Lüster. Die Farbe des Kernholzes ist intensiv Feuerrot, auch eher gelbe oder bräunliche Farben bei den minderen Qualitäten kommen vor, umgeben von fahlgelbem Splintholz. Das Holz verströmt einen sehr aromatischen Duft und lässt sich bestens von Hand bearbeiten, es wird in Asien wegen seiner guten Eigenschaften und Beständigkeit als exklusives Möbelholz und für Fußböden so sehr geschätzt, dass viele Länder Exportbeschränkungen erließen. In Asien gehört Narra damit zu den teuersten Hölzern, nur noch übertroffen von den Maserknollen dieser Bäume, die unter dem Namen Amboina bekannt sind!

Andrampotsy
Andrampotsy, auch Manoka jaune, Fanola genannt, wird das Holz eines nur auf Madagaskar wachsenden immergrünen eher klein bleibenden Baumes (Asteropeia rhopaloides) des tropischen Regenwaldes genannt, das sehr selten exportiert wird und darum außerhalb Madagaskars ziemlich unbekannt ist. Das Holz ist extrem hart und schwer (um 1200 kg/m3), sein Kernholz intensiv golden-gelblich gegen einen fahleren Splint abgesetzt, ungewöhnlich fein gemasert und dicht, glänzende Oberflächen können schon durch feinstes Schleifen erzielt werden. In seiner Heimat wird es für schwerste Belastungen verwendet, Bahnschwellen, Pfosten, Fußböden und Möbel sind klassische Verwendungsgebiete dieses Holzes.

Angelim, Rode kabbes, St. Martin rouge
Angelim Vermelho (Andira coriacea) wird das Holz eines in Südamerika und auf den karibischen Inseln wachsenden Baumes genannt, es ist dort auch als Red Cabbage, rode Kabbes, Saint Martin rouge, Batseed oder Koraro bekannt. Das sehr harte und schwere Holz des zu mächtigen Exemplaren heranwachsenden Baumes ist dunkelrot-braun, eher grobporig und zeichnet sich durch eine auffällige Längsstruktur aus, welche durch den Wechsel von harten Holzfasern und weichen Parenchymbändern resultiert. Dadurch gleicht es optisch ein wenig rotem Palmenholz, ist aber von gleichmäßigerer Dichte und dadurch leichter zu bearbeiten als dieses. Dieses ganz besondere Holz stammt aus einem Unterwasserwald, der beim Bau des Brokopondo-Stausees in den 60er Jahren in Suriname (Südamerika) vor der Flutung nicht gerodet wurde- man hatte den Wert der ca. 10 Mio. Raummeter Holz einfach nicht erkannt. Die Bäume standen also ca. 40 Jahre unter Wasser, seit 2004 werden die wertvollen Bäume mit pressluftbetriebenen Kettensägen gefällt und das Holz, welches nach den Auftrennen in dortigen Sägewerken und vorsichtiger Trocknung in seinen Eigenschaften eher besser als frisch eingeschnittenes Holz ist, erfolgreich vermarktet.

Apfelbaum
Den Apfelbaum (Malus domestica) kennt ob seiner Symbolkraft wie auch der leckeren Früchte wohl ein jeder, er ist einer der wichtigsten Obstlieferanten in Deutschland und Mitteleuropa. Seine Urform ist über die ganze gemäßigte Zone der nördliche Halbkugel verbreitet, aus dieser sind durch Züchtung zahlreiche Kulturformen mit sehr wohlschmeckenden Äpfeln entstanden. Das attraktive Holz des Apfelbaums hat sehr schöne Farben, das Holz des Farbkerns ist Rot-Braun bis Dunkelbraun mit manchmal dunkler, fast schwarzer Zeichnung, das Splintholz dagegen deutlich abgesetzt mit weißlich-gelblicher bis ins ganz leicht grauen Farbe. Apfelholz ist sehr hart, zäh, dicht und schwer, sehr feinporig und gut zu bearbeiten. Wegen seiner sehr guten Beiz- und Polierfähigkeit wurde es oft zu Furnieren für attraktive Biedermeiermöbel verarbeitet, aber auch für Ebenholzimitationen verwendet. Im Kunstgewerbe und in der Drechslerei wird es gern verarbeitet zu Werzeugheften, Haus- und Küchengeräten, auch für technische Anwendungen wie Zahn- und Kammräder wird Apfelbaumholz verwendet. In seiner Dichte, Farbe und eher unauffälligen Maserung gleicht das Holz dem des Birnbaums, so dass diese beiden Hölzer ungedämpft nur schwer zu unterscheiden sind.

Baitoa-(Buchsbaum)
Baitoa-Buchsbaum, St. Domingo- Buchsbaum Baitoa, auch San Domingo-Buchs genannt (Phyllostylon brasiliensis) stammt aus der Karibik. Das Holz ist mit seiner hell goldgelb leuchtenden Farbe und seiner Feinheit in Struktur und Feinporigkeit ein weiteres der unechten Buchsbaumhölzer, ist dem Original jedoch absolut ebenbürtig und in der Farbe wohl das schönste, intensiv gelbe Holz mit einem tiefen Schimmer.

Banksia-Holz
Von den Banksia-Bäumen (Banksia grandis) dürften den meisten von Ihnen eher die skurrilen Zapfen bekannt sein, die gerne zu dekorativen Drechselarbeiten genutzt werden. Der dazugehörige Baum wächst in Südwestaustralien und wird 10-15 m hoch, bleibt meistens aber eher kleiner und ist oft nur strauchig wachsend. Das Holz des Banksia-Baums ist mittelschwer und -hart und besitzt wie fast alle Hölzer des australischen Kontinents eine sehr ungewöhnliche Struktur, diese erinnert an eine getüpfelte, geperlte Oberfläche und variiert stark in Abhängigkeit von Schnittrichtung und Blickwinkel. Es ist ein sicher sehr seltenes Holz mit ungewöhnlicher Ausstrahlung, gut für gedrechselte Objekte mit besonderer Note!

Bayur
Bayur oder Wadang Burl (Pterospermum javanicum) ist das selten auf dem internationalen Holzmarkt erhältliche Maserholz eines in Indonesien, besonders an der Ostküste von Java wachsenden Baumes, der in weiteren südostasiatischen Ländern verbreitet worden ist, dort wird er Nwalabyin (Myanmar), Melerang oder Letop-letop (Sabah, Malaysia) genannt. Der Baum wird ca. 30-45 Meter hoch, wächst oft krumm und spannrückig, wird ca. 100 cm dick und sein Holz ist mittelhart und mittelschwer, ca. 600 - 700 kg/m3. Es wird wegen seiner Unbekanntheit oft beschreibend als Redburl wood bezeichnet. Das Holz kommt in riesigen Maserknollen vor, welche nicht selten 1,50 Meter Durchmesser erreichen können und immer fein und gleichmäßig gemasert sind, feine Wirbel, Augen, Schalfende Knospen und wilde Strukturen aufweisen. Das Holz ist sehr gut bearbeitbar, durch sein feines Gefüge einfach zu bearbeiten und wird jeden Holzarbeiter nach einem Auftrag von Ölen mit seinem seidigen Schimmer und einer attraktiven roten Farbe überraschen!

Beefwood
Beefwood (Grevillea striata) kommt von einem in Steppen und Wüstengebieten Südwest- Australiens wachsenden Baum mit winzigen, nadelförmigen Blättern. Beefwood ist ein hartes und dichtes Holz mit ausgeprägt attraktiver Zeichnung, von rötlicher bis dunkelroter Farbe und auffälligen Spiegeln im Radialschnitt, In Australien wird es zur Herstellung von Bumerangs verwendet. Seinen Namen soll es wegen seiner Ähnlichkeit mit einem Stück Rinderfleisch erhalten haben.

Birke, Maserbirke
Birke, (Betula pendula) ist das klassische Holz für feinste Möbel, kunstgewerbliche Artikel wie besonders auch für Messergriffe der nordischen Messermacher. Das Holz ist feinporig, hart und dicht, deutlich schwerer als normales Birkenholz. Die Vorkommen sind jedoch sehr begrenzt, meistens finden sich nur ganz vereinzelt solche Stämme unter Hunderten normaler Birken. Die Maserbildung ist genetisch bedingt, es wirken sich wohl auch Bodenverhältnisse und Standortgegebenheiten aus. Das Holz ist so selten und wertvoll, dass es in den Wuchsgebieten per Kilo nach Gewicht gehandelt.

Birnbaum
Das Holz des Birnbaum (Pyrus communis) wird von vielen Kennern als das wohl schönste einheimische Holz angesehen, kaum eine andere Sorte hat so viele Facetten und einen so freundlich hellen Farbton. Die Bäume wachsen in ganz Mitteleuropa und erreichen beachtliche Ausmaße, Längen von 15 Metern und Dicken von 80-90 cm sind keine Seltenheit. Die hohe Dichte und äußerst glatte Oberfläche von Birnbaumholz machen die Arbeit daran zu einem echten Vergnügen, auch das Schnitzen dieses Holzes geht sehr gut. Es lässt sich exzellent polieren und wachsen, schwarz gebeizt war es lange Zeit das 'deutsche Ebenholz'. Die Farbe ist ungedämpft sehr schön goldgelb hellbraun und leuchtend, gedämpft nimmt das Holz die bekanntere rötliche Farbe an. Oft treten Riegelwuchs, Flammung, Markflecken oder ein schöner violettschwarzer falscher Kern auf!

Black Chacate
Black Chacate (Guibourtia conjugata) wird das Holz eines für das tropische Afrika eher kleinen Baumes genannt, der mit ca. 5-9 Metern Wuchshöhe und Stammdurchmessern um 30 cm eher zu den niedrigwüchsigen Arten zählt. Das sehr dichte und feine, fast porenlose Holz ist aufgrund seiner tief dunkelbraunen, fast schwarzen Farbe in südlichen Afrika hoch bewerteten und wird-wenn verfügbar- dort für edle kleine Arbeiten wie Möbel und kunsthandwerkliche Objekte benutzt.

Blackwood, Australian
Australian Blackwood (Acacia melanoxylon), wächst an der äußersten Süd- Ostküste Australiens und eben in Tasmanien und ist in Australien unter vielen populären Namen wie Black oder Sally Wattle, Mudgerabah bekannt. Der Baum wurde wurde an vielen Stellen der Welt eingeführt und wird 20-30 Meter hoch und ca. 60 - 100 cm dick. Das Holz ist von sehr variabler Farbe, anders als der Name vermuten lässt ist sein Holz überhaupt nicht schwarz, sondern meist mittelbraun bis rotbraun, ähnlich wie sein naher Verwandter Koa (Acacia koa), auch ähnelt es manchmal europäischem Nussbaum. Dekorative Wuchsformen wie Maser-, Riegel- oder Wechseldrehwuchs sind sehr gesucht und werden hoch bewertet. Verwendet wird Australisches Blackwood für Furniere, Möbel, Musikinstrumente, Drechslerarbeiten und andere Holzobjekte. Es sieht hawaiianischem Koa so sehr ähnlich, dass es schwer von diesem zu unterscheiden ist.

Blauholz, Campeche
Blauholz oder Blutholz, engl. logwood, (Haematoxylum campechianum), auch Campecheholz genannt, gehört zu den ältesten Importhölzern der Welt, es wurde schon im 16. Jahrhundert aus der Karibik in großen Mengen nach Europa gebracht, und zwar damals vom mexikanischen Hafen Campéche. Der Baum ist in Mexiko, (Yucatan), Mittelamerika und auf den karibischen Inseln heimisch. Sein als Blauholz im Handel bekanntes Holz war das wichtigste aller Farbhölzer, es war im 17. Jhdt. in Europa höchst begehrt und sehr teuer. Es wurde und wird noch heute als Rohstoff und Extraktionsholz zur Herstellung des Farbstoffes Hämatoxylin für die Farbgewinnung genutzt. Die von ihrem hellen Splint abgebeilten importierten großen Blöcke sind außen Dunkelblutrot bis Braunrot, innen heller, rötlich bis gelblich Braun, sie wurden an der Luft nach und nach dunkelrotbraun. Das Holz ist hart und dicht, lässt sich schwer spalten und fand neben der Verwendung in der Färberei eher selten Einsatz als Nutzholz in der feinen Tischlerei, obwohl es durch seinen feinen Veilchengeruch durchaus attraktiv war für Galanteriewaren.

Blutholz, Bloodwood
Blutholz, Bloodwood, Cacique, Cardinalwood, Satiné, rotes Satinholz: viele Namen für ein Holz, das wegen seiner an frisches Blut erinnernden Farbe im Amazonasgebiet von den dort lebenden Indianern Muirapiranga (Blut der Piranhas) genannt wird.
Das Holz kommt aus Guyana, Surinam und Venezuela, ist eine Holzart des Amazonas und wird dort vergleichsweise selten angetroffen. Dieses sehr harte Holz ist von einer ruhigen Struktur und überzeugt aufgrund seiner sehr schönen hellroten bis intensiv roten Farbe mit seidigem Glanz, die nicht vergilbt sondern im Alter eher intensiver wird. Wegen seines feinen Glanzes, seiner Farbe und attraktiven Lüsters und Glanzes wird es im französischsprachigen Raum auch als 'rotes Satinholz‘ bezeichnet, da sein Glanz an ein edles Satin-Seidengewebe erinnert.

Bocote
Bocote (Cordia gerascanthus), auch Rio-Grande- oder Mexiko-Palisander genannt, ist ein sehr dekoratives südamerikanisches Hartholz. In der Regel sind nur kleine Dimensionen verfügbar, der Baum wird selten mehr als 40 cm dick. Die einmalig schöne Maserung zeigt dunkelbraune bis schwarze Adern auf goldgelbem bis kaffeebraunem Grund und altert zu einem wunderschönen warmbraunen Grundton, von dem sich die schwarze Maserung deutlich abhebt! Das Holz gleicht Palisanderarten, obwohl es biologisch gesehen kein Holz der Dalbergia-Familie ist. Mit seinen markanten, zebraartigen Kontrasten und seiner wilden Maserung ist Bocote ein sehr auffälliges Holz. Durch das Zusammenfügen zweier gespiegelter Bretter oder Furniere können symmetrische, sehr markante Maserungsbilder entstehen. Bocote wird aufgrund seiner ästhetischen Eigenschaften und weniger wegen seiner mechanischen Eigenschaften verwendet, und obwohl Bocote keineswegs weich ist, liegt sein Gewicht bei nur ca. 850 kg/m3.

Bongossi, Azobe
Azobé, Ekki, Bongossi, Eisenholz sind verbreitete Namen für das Holz eines in Westafrika wachsenden Baumes (Lophira alata), der für sein extrem haltbares, festes, dauerhaftes und schweres Holz berühmt ist.
Das Holz zählt zu den härtesten und widerstandsfähigsten bekannten Arten und wird oft in Wasserbauten, Hafenanlagen, im Bergbau, an Brücken, Maschinen und Geräten verwendet sowie wegen seiner hohen Säurebständigkeit für Fußböden, Werktischplatten und Griffen gewählt.
Das Kernholz ist dunkel-rötlich, dunkelbraun bis hin zu Violettbraun. Die Poren enthalten helle mineralische Ablagerungen, die kleine, aber auffällige Streifen im gesamten Holz bilden. Bongossi ist oft wechseldrehwüchsig. Das Splintholz ist hellrosa-grau mit einem allmählichen Übergang zwischen Kern- und Splintholz. Bongossiholz ist grobporig, von mattem Aussehen und bei der Bearbeitung kann man sich ähnlich wie bei Wengé leicht Splitter einfangen.

Box Elder, Eschenblättriger Ahorn
Eschenblättriger Ahorn (Acer negundo) entwickelt einmalig schönes Maserholz, es ist etwas heller, gelblicher und leichter als das Holz des Bergahorns. Es glänzt stark und hat eine deutlich erkennbare Maserung. Im Wurzelbereich bildet es vereinzelt Maserknollen, die relativ weich, von einzigartiger Feinheit der Maserung sind und sehr schön aussehen Die farben können von sehr hellem gelb über braun bis ins rötliche reichen. Die Maserung lässt sich durch Beizen und anschließendes Schleifen noch stark hervorheben, dabei dringt Beize tiefer in Wirbel ein als ruhige Stellen und erhöht so den Kontrast des Holze

Bruyére
Als Bruyére wird das Maserholz der Baumheide (Erica arborea) bezeichnet, einem bis ca. 3 m hoch werdenden Strauch aus der Familie der Heidekrautgewächse. Sie wächst im Mittelmeerraum und entwickelt unterirdische Wurzelknollen. Bruyèreholz ist hell- bis rotbraun, häufig schön und sehr fein gemasert, sehr hitzeresistent und daher geeignet für die Herstellung von Tabakspfeifen- es ist das ideale Material für Pfeifenköpfe. Selten allerdings erreichen die Knollen mehr als Fußballgröße, sie werden geerntet, wenn der Strauch ca. 50 Jahre alt ist und zeigen oft sehr feines wirbeliges Maserholz für feinste Arbeiten. Das Holz wird 12-24 Stunden gekocht, um Harze oder Säfte zu entfernen, die den Geschmack beeinträchtigen könnten.

Bubinga
Bubinga, Kevazingo  (Guibourtia tessmannii) kommt aus West- und Zentralafrika, Kamerun, Gabun. Das Holz ist rot bis rotviolett mit schmalen, oft purpurnen Adern, sehr schön seidig glänzend. Wechseldrehwuchs und andere Maserungsabnormalitäten kommen oft vor und machen das Holz besonders dekorativ. Das Holz ist hart, witterungsfest und lässt sich gut bearbeiten! Bubinga ist ein dekoratives, wertvolles Ausstattungs- und Drechselholz. Gewicht ca. 900-100 kg/m3.

Buchsbaum, echter Europäischer
Buchsbaum (Buxus sempervirens) ist ein immergrüner sehr langsam wachsender, Laubbaum, der in unseren Breiten selten das Format eines Baumes erreicht, als Strauch jedoch überall zu finden ist. Das Holz ist von gelblicher Farbe, oft von graublauen Adern durchzogen und besitzt eine ungewöhnliche Härte und Dichte, und ist sehr gut polierbar: Es ist das härteste und schwerste einheimische Holz und wird im Instrumentenbau (Blasinstrumente), für Schachfiguren, Pfeifenköpfe, Griffe, Werkzeuge und im  Modellbau sehr geschätzt. Starke Stammquerschnitte kommen kaum in den Handel, Buchsbaumholz ist daher heute sehr knapp und teuer. Buchsbaum gilt als das feinste Holz für filigranste Drechslerarbeiten.

Buckeye Burl
Buckeye Maser (Aesculus californica) ist das Maserholz eines in Kalifornien  heimischen Baums, der ein naher Verwandter der europäischen Rosskastanie ist. Das Holz dieser Maserknollen ist durch einen Pilz mit grau-blauer Farbe durchzogen, was es sehr interessant und wie einen Stein, fast marmorartig aussehen lässt. Das Holz ähnelnt in seinen Eigenschaften Pappel- und Weidenholz, es ist also eher leicht und weich, seine Farbe kann von cremefarben-weißlich über ein typisches fahles Gelb bis zu Blaugrau-Anthrazit reichen. Das Maserholz ist sehr fein geaugt, immer mehrfarbig und mit sehr schönen Farbverläufen eines der schönsten Maserhölzer, die wir haben!

Cabreuva, Perubalsambaum
Der Perubalsambaum Cabreuva  (Myroxylon peruiferum) wird auch Balsamo, Quina-Quina oder Oleo Vermelho genannt und kommt aus dem nördlichen Südamerika, z.B. Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Peru und dem nordwestlichen Argentinien. Die Bäume sind wegen ihres Holzes (Cabreúva) und ihres Harzes (Tolubalsam, Perubalsam) sehr geschätzt. Der Geruch aufgrund des hohen Gehalts an Harzen und Balsamen wird oft als Sandelholzartig beschrieben, das Holz daher gern auch als Argentinisches Sandelholz bezeichnet, was aber (wie fast immer bei beschreibenden Holznamen) irreführende Holzhändlerprosa ist. Auch die Bezeichnung Santos-Mahagoni wegen seiner intensiv rot-braunen Farbe ist falsch, es ist kein Mahagonigehölz, sondern stammt aus der Familie der Fabaceae.
Das Holz ist sehr fein und schwer, engporig gewachsen, enorm dauerhaft und trotz seiner Härte gut bearbeitbar. Die Maserung ist gleichmäßig und feinporig, oft verleiht ein Wechseldrehwuchs dem Holz besondere Attraktivität. Verwendung findet das edle Holz in Parkettböden und in Einzelmöbeln, auch für Drechslerarbeiten ist es sehr geschätzt.

Campecheholz
Lateinisch Lignum campechianum, französisch Bois bleu, Bois de campêche, Bois d’Inde, englisch Logwood, Peach wood, Blackwood), auch Campecheholz genannt, gehört zu den ältesten Importhölzern der Welt, es wurde schon im 16. Jahrhundert aus der Karibik in großen Mengen nach Europa gebracht, und zwar damals von mexikanischen Hafen Campéche. Der Baum ist in Meiko, (Yucatan), Mittelamerika und auf den karibischen Inseln heimisch.
Sein als Blauholz im Handel bekannte Holz war das wichtigste aller Farbhölzer und im 17. Jhdt. in Europa höchst begehrt und sehr teuer. Es wurde und wird noch heute als Rohstoff und Extraktionsholz zur Herstellung des Farbstoffes Hämatoxylin für die Farbgewinnung genutzt.
Die von ihrem hellen Splint abgebeilten importierten großen Blöcke sind außen Dunkelblutrot bis Braunrot, innen waren sie heller, rötlichbraun bis gelblichbraun, wurden an der Luft nach und nach dunkelrotbraun. Das Holz ist hart und dicht, lässt sich schwer spalten und fand neben der Verwendung in der Färberei eher seltene Einsatz als Nutzholz in der feinen Tischlerei, obwohl es durch seinen feinen Veilchengeruch durchaus attraktiv war für Galanteriewaren.

Canistel
Canistel (Pouteria campechiana) ist der Name eines eher klein bleibenden Baumes, der wegen seiner auffälligen Früchte und Blüten in Südamerika und Südostasien bekannt und verbreitet ist. Wegen der Form und Größe seiner Früchte wird er auch chicken egg oder eggfruit tree genannt.
Die rundlichen bis spindelförmigen Früchte haben eidottergelbes, wohlschmeckendes und aromatisches Fruchtfleisch, weswegen der Baum eine Verbreitung weit über sein natives Wuchsgebiet in Mexiko, Mittelamerika und der Karibik hinaus erfahren hat und inzwischen besonders in Südostasien weit verbreitet ist. Die nahe Verwandtschaft des Canistel mit den heidekrautartigen Gewächsen (Ericales) kann man an den Maserknollen dieses Baumes sehr schön erkennen: deren Holz ist extrem fein gemasert, sehr dicht und hart, nur die Farbe ist heller als beim mehr ins rötliche gehenden Bruyere.
Da die Maserknollen leider nicht sehr groß werden, sind keine größeren Stücke als ca. 20 - 30 cm Durchmesser zu finden, doch das extrem fein gemaserte Holz ist eine echte Rarität.

Castelo -(Buchsbaum), Lemonwood           
Castelo, Palo Blanco (Calycophyllum multiflorum) ist ein Baum, der im tropischen Südamerika und Südbrasilien heimisch ist, wo er Höhen von ca. 20 Metern erreicht. Sein feines, sehr dichtes und schweres Holz wird sehr oft als Ersatz für den selten gewordenen europäischen Buchsbaum verwendet, da Vorkommen und verfügbare Stammdurchmesser größer und fehlerfreier als bei diesem sind. Das trockene Holz wiegt ca. 850 kg/m3,
Castelo ist fast genauso dicht, hart, feinporig und fest wie echter Buchsbaum, die fahlgelbe Farbe und seine exzellenten Bearbeitungseigenschaften machen es dem europäischen Buchsbaumholz sehr ähnlich. Castello ist ein ausgezeichnetes Schnitz- und Drechselholz, das für die Darstellung von sehr feinen Details gut geeignet ist. Es ist im Modellbau wegen seiner Feinheit und Dichte sehr beliebt. Das Holz lässt sich leicht polieren und mit Wachs auf Hochglanz polieren. Castelo hat sich durch seine vielen guten Eigenschaften einen festen Platz im Holzblasinstrumentenbau erobert, es wird oft für Flöten verwendet.

Cedro, Spanische Zeder
Spanische Zeder, Cedro (Cedrela odorata)  kommt weder aus Spanien, noch ist es echtes Zedernholz: es ist ein Gewächs der Meliaceae- Familie, aus der auch die echten Mahagonihölzer stammen. Wie so oft hat hier der erste Importeur dem Holz seinen populären Namen verpaßt, und das seitdem die Spanier es im 16. Jhdt.. nach Europa einführten. Der Geruch des Holzes ist einmalig angenehm und aromatisch, es nimmt sehr gut Feuchtigkeit auf, zudem wird dieses Holz nicht von Insekten angegriffen: eine optimale Eignung für Zigarren sind Folge dieser Eigenschaften, die das Holz als Zigarrenkistenholz bis ca. 1930 unersetzlich machte. Eine intensive Übernutzung hat dieses Holz zu einem raren Gut gemacht- gute Qualitäten sind seit Jahren kaum zu bekommen.

Chakte Kok, Red Heart
Chakte Kok, auch Red Heart genannt, (Sickingia salvadorensis) ist eine selten schöne und mit keinem anderen Holz vergleichbare Rarität aus den tropischen Wäldern Südyucatans (Mexiko), zeigt eine einmalige schöne, tiefrote bis feuerrote Farbe, altert zu Karminrot und ist manchmal mit feinen fast violetten Adern durchzogen. Chakte Kok (=rotes Holz) gleicht in seiner Farbintensität keinem anderen Holz auch nur annähernd, die Farbe sollte aber durch Lichtschutzlack vor starker UV-Strahlung geschützt werden.
Das Holz ist hart, gleichmäßig bearbeitbar und mittelschwer, ca. 750kg /m3. Owohl von allerhöchster Witterungsbeständigkeit, wird Red Heart wegen seiner dekorativen Wirkung nur im Innenraum eingesetzt.

Chakte Viga
Chakte Viga oder Paela wird in Mexiko das Holz eines Baumes (Caesalpinia platyloba) genannt, das wegen seiner einmaligen Farbe und großen Beständigkeit dort sehr geschätzt wird. Der eher kleine Baum wid ca. 6 - 9 Meter groß und wächst in Mexiko und Zentralamerika.
Das Holz ist feinporig mit sehr feiner Struktur und trotz seiner Härte sehr gut zu bearbeiten, es beeindruckt mit seiner wirklich einmalig schillernden tief intensiven gelb-orangen bis orangeroten alterungsbeständigen Farbe, die manchmal mit einem Hauch Rot überfangen sein kann. Seine extreme Beständigkeit hat es in Südamerika hinlänglich bewiesen, da es dort als Zaunpfahl eingesetzt bis zu hundert Jahre überdauern können soll. Das Holz gleicht in Aussehen und Eigenschaften sehr einem berühnmten nahem Verwandten, dem Brasilholz, Fernambuk (Caesalpinia echinata), das kaum mehr zu erhalten ist und wegen seiner hervorragenden mechanischen Eigenschaften seit Jahrhunderten die erste Wahl für Streichbögen ist.
Doch Chakte Viga oder mexikanisches Fernambuk hat so gute Eigenschaften, dass es sich hinter seinem berühmten Verwandten absolut nicht verstecken muss.

Chechen
Chechen-Holz (Metopium Brownei) kommt aus vornehmlich aus den Regenwäldern Yucatans in Mexiko, ist aber auch in anderen Regionen Südamerikas und der Karibik wachsend. Die mittelhohen Bäume sind weit verbreitet und spielen eine wichtige Rolle als Holzlieferanten für fast alle klassischen Anwendungen bei Bau, Konstruktion und für Möbel. Es wird unter zahlreichen beschönigenden Phantasienamen gehandelt, die hier gar nicht erst genannt werden sollen, doch ein markanter Name in seiner Heimat ist auffalllend: es wird dort auch als Black Poisonwood bezeichnet, da in der Rinde stark die Haut reizende Säfte enthalten sind, die bei Hautkontakt schwarz werden und ähnlich stark toxisch auf die Haut wirken können wie beim Giftsumach. Das Holz selbst jedoch ist völlig harmlos. Die Farbe von Chechenholz ist sehr vielfältig und kann von Kaffeebraun mit roten, orangenen bis roten Streifen bis sehr Dunkelbraun reichen, im Alter oft mahagoniähnlich rötlichbraun werdend, das Splintholz ist dagegen hellgelb. Das feinporige und harte Holz lässt sich gut bearbeiten und trocknet leicht und unproblematisch.

Chico Zapote
Chico Zapote, Sapodilla, Zapote (Pouteria sapota). Dieser mit ca. 10 - 20 Metern eher kleinwüchsige Baum stammt ursprünglich aus Südmexiko und Mittelamerika, ist inzwischen in ganz Südamerika und Südostasien verbreitet. Dort wird er meist wegen seiner essbaren Früchte (Sapodilla) sowie seines im Stamm reichlich vorhandenen weißen Milchsaftes (Chicle), der zur Herstellung von Kaugummi genutzt wird, angebaut.  
Das feinporige Holz ist sehr dicht und schwer, extrem beständig im Wasser und sehr verwitterungsresistent. In den Ruinen von Maya-Tempeln wurden völlig intakte Balken aus diesem Holz gefunden. Die Farbe von Zapote-Holz reicht von rosa über rot bis zu dunklem rotbraunen Farbton, oft mit einem leichten violetten Hauch. Das Splintholz ist hellgelb,   Harzgallen sind in diesem Holz häufig anzutreffen.
Das Holz wird in seinen Wuchsgebieten für Möbel, Hausbau, Fußböden, Bögen, Instrumente, Drechslerarbeiten und kleine kunstgewerbliche Arbeiten verwendet.

Cocobolo
Cocobolo (Dalbergia retusa, D. tucurensis) kommt in kleinen Mengen aus Costa Rica und Nicaragua nach Europa. Das Kernholz ist orange-rot bis dunkelbraun und von schwarzen Adern durchzogen. Das Holz ist sehr hart und auch dicht. Es wird für Werkzeug- und Messergriffe, Musikinstrumente (Griffbretter, Blasinstrumente), Stöcke und Bürstengriffe verwendet. Die Maserung und das Farbspiel haben Cocobolo zu einem der gesuchtesten Palisanderhölzer werden lassen. Die Oberfläche wird schon durch feines Polieren dicht und wachsig glänzend, es lassen sich sehr gute Oberflächen erzielen. Cocobolo ist ein ausgesprochenes Luxusholz für Messergriffe und kleine Drechslereien.     

Cocus
Cocus-Holz (Brya ebenus) stammt von einem meist auf Jamaika und vereinzelt weiteren Inseln der Karibik heimischen kleinem Baum aus der Familie der Leguminosen. Trotz der Namensähnlichkeit hat Cocusholz nichts mit der Kokospalme zu tun, es wird wegen seiner Dichte und Härte auch als falsches, grünes Ebenholz oder Jamaica-Ebenholz bezeichnet. Das Splintholz ist cremefarben und deutlich abgesetzt vom olivgrünen bis dunkelbraun-grauen Kernholz. Cocusholz hat oft einen sehr attraktiven typischen Wechseldrehwuchs, ist extrem hart, dicht und feinporig und nimmt eine schöne Politur an. Im 18. und 19. Jahrhundert war dieses Holz so sehr begehrt für Flöten, dass durch die sehr große Nachfrage dieses ohnehin seltene und sehr langsam wachsende Holz zu einer großen Seltenheit geworden ist.
Cocusholz dient hauptsächlich zu feinsten Drechslerarbeiten und ist immer noch ein bevorzugtes Holz für Blasinstrumente.

Coraçao de Negro, Gombeira
Coraçao de Negro, Gombeira, Wamara, Panacoco, brasilianisches Ebenholz, Eisenholz: es gibt viele populäre Namen für dieses Holz (Swartzia panacoco ) das aus Brasilien, Guyana und Surinam kommt.
Das Holz nimmt eine außergewöhnliche Rolle durch seine hohe Dichte, Härte und sein Gewicht von ca. 1200 kg/m3 ein, es ist damit eines der schwersten und härtesten Hölzer der Welt, zudem extrem witterungsbeständig. Die Herausforderung beim Bearbeiten dieses Holzes ist wohl der Hauptgrund, warum man diese Holzart eher selten außerhalb von Brasilien antrifft. Die Holzfarbe ist im sägefrischen Zustand gelb-orange und dunkelt durch Kontakt mit Sauerstoff schnell zu einem tiefdunklen Braun bis fast Schwarz nach.
Attraktive Zeichnungen wie Wechseldrehwuchs treten häufig auf und verleihen dem feinporigen Holz seidenähnlichen Glanz und feinste Strukturen mit einem attraktiven, palisanderähnlichem Erscheinungsbild. Die Verwendung des Holzes ist sehr vielfältig, von Fußböden, Hausbau, Musikinstrumenten, Streichbögen über Drechslerarbeiten, Skulpturen, Kegelkugeln bis zu Messergriffen und Schreibgeräten reicht die weite Spanne. In den letzten Jahren hat es sich im Gitarrenbau als Ersatz für afrikanisches Ebenholz seinen Platz erobert, seit es von Fender und Gibson bei teuren Modellen für die Griffbretter verwendet wird.

Corkwood
Corkwood (Hakea suberea) kommt ausschließlich in Australien als eher kleiner, meist verdreht wachsender Baum vor. Seinen Namen erhielt es wegen seiner typischen, 3-4 cm dicken Rinde, die an Korkeichen erinnert. Das Holz ist sehr hart und dauerhaft, es hat hellbraune bis silbriggraue Farbe und zeigt im Detail eine sehr schöne und attraktive, wie gewoben und verschlungenen wirkende Struktur der Holzfasern. Es wurde von den Aboriginees wegen seiner Härte und Beständigkeit zu Waffen und Werkzeugen verarbeitet!

Degame
Degame (Calycophyllum candidissimum) stammt von einem eher seltenen Baum, dessen natürliches Verbreitungsgebiet von Kuba über Südmexiko bis nach Kolumbien und Venezuela reicht. Der große, bis zu ca. 75 cm Durchmesser erreichende Baum hat ein sehr geradwüchsiges, feines und hartes Holz von heller, gelber Farbe. Daher rührt auch der Populärname Lemonwood her, unter dem das Holz im angloamerikanischen Sprachraum bekannt ist. Das harte, elastische, sehr feinporige und geradfaserige Holz wird in erster Linie für Bögen verwendet, aber auch für Angelruten, Queues, Werkzeugstiele und technische Zwecke ähnlich wie Buchsbaum, dem es in vielen Eigenschaften optisch gleicht.

Ebenholz, Indisches
Indisches Ebenholz (Diospyros ebenum) ist seit Jahrhunderten geschätzt wegen seiner Dichte, Feinporigkeit und besonders schönen tiefe Farben und Glanz. Makellose Schwärze ist bei Ebenholz generell eher selten, typisch sind hellere Streifen, Flecken oder Äderungen, ein leichter Farbstich ins stahlblaue, auch sehr dunkelbraune Schattierungen  sind charakteristisch für dieses seltene Holz mit einem metallischem Glanz. Indisches Ebenholz besticht durch seine typisch äußerst feinporige Qualität, und nimmt leicht einen schönen Glanz durch feines Schleifen und Polieren an.

Ebenholz, asiatisches, Kamagong
Kamagong, auch Camagon (Diospyros mindanaensis) heißt ein großer (bis ca. 30 M) Baum von den Philippinen, der dort wegen seiner Früchte geschätzt und gezüchtet wird. Wie bei anderen Dattelbaumgewächsen werden seine Früchte (Mabolo) geschätzt und gern gegessen, auch wenn deren pelzige Hülle eher abstoßen nach überreifem Käse riechen soll. Dieser zur Ebenholzfamilien gehörende Baum hat ein sehr attraktives und wegen seiner Härte und Dauerhaftigkeit sehr geschätztes Holz, das auf den Philippinen vielfältigst zu feinen Arbeiten verwendet wird, auch zu Kampfstöcken. Das Holz ist sehr schwer und ähnelt dem Makassar-Ebenholz, hat aber eine spezifische Farbe und Struktur.

Ebenholz, Madagaskar
Madagaskar-Ebenholz (Diospyros perrieri) ist  eine auf dieser Insel endemische Sorte, die als besonders feinporig und edel gilt, deren Export wegen der großen Nachfrage strikt begrenzt wird. Das Holz hat einen leichten Farbstich ins stahlblaue, auch sehr dunkelbraune Schattierungen oder selten mal helle Streifen  sind charakteristisch für dieses seltene Holz. Seit es unter dem Schutz des Cites-Abkommens steht, wird es nur noch illegal nach China exportiert.

Ebenholz, Mun-Ebenholz
Mun-Ebenholz, Vietnam-Ebenholz (Diospyros mun) wächst nur in Vietnam und vereinzelt in Laos und ist in diesen Ländern ein seltener, sehr vereinzelt und langsam wachsender Baum. Das Holz ist sehr attraktiv zweifarbig braun-Schwarz geadert, doch können auch weit weniger schöne grau-grüne Farbtöne das Aussehen bestimmen. Als beste Qualität gilt das fein und ebenmäßig gestreifte Kernholz mit karamelgelben und tiefschwarzen Streifen in gleichmäßigen Mustern. Das Holz ist sehr hart und fest, extrem feinporig, dauerhaft und hochwertig und lässt sich exzellent auf Hochglanz polieren und stellt eine wirklich edle Rarität dar.

Ebenholz, weißes
Weißes Ebenholz (Diospyros embryopteris) wird auch Royal White Ebony genannt. Es ist ein echtes Ebenholz und zählt zu den farbigen Ebenhölzern wie Makassar, jedoch ist es weitaus heller im Grundton und noch sehr viel seltener und teurer als dieses. Es wird äußerst selten überhaupt angeboten und kommt aus Burma, Vietnam und Laos in homöopathischen Mengen auf den Markt.
Wegen seiner Schönheit und Seltenheit ist es seit Jahrhunderten sehr begehrt und war immer den Königen und Herrschen der Herkunftsländer vorbehalten. Das Holz ist sehr empfindlich beim Trocknen und neigt zu Rissbildung wegen der hohen Spannungen im Holz aufgrund der weiß-schwarz-Kontraste.   

Ebenholz, westafrikanisches
Ebenholz (Diospyros crassiflora) ist seit Jahrhunderten eines der geschätztesten Hölzer überhaupt, schon die Ägypter verwendeten es für wertvolle Arbeiten. Das Holz ist sehr dicht und hart. Westafrikanisches Ebenholz ist dunkel in der Farbe, kann aber auch mal graue Streifen aufweisen und lässt sich sehr schön polieren. Typisch für Ebenholz sind hellere Streifen oder Flecken, makellose Schwärze ist sehr selten und ist nur bei ca. 10 % des Holzes zu finden. Spez. Gewicht ca. 1200 kg / m3, Härte sehr hoch, Verfügbarkeit zur Zeit noch gut, allerdings immer knapper werdend.

Ebenholz, Makassar-Ebenholz
Makassar (Diospyros celebica) wird ein auffällig braun- schwarz gestreiftes Ebenholz nach seinem Hauptausfuhrhafen auf der Insel Celebes (heute Sulawesi), Ost-Indonesien genannt.  Das äußerst attraktive und hoch dekorative Holz  gehört mit seinem gestreiften Erscheinungsbild zu den farbigen Ebenhölzern und ist für hochwertige Innenausbauten wie für kunstgewerbliche Arbeiten höchst gefragt. In seinen mechanischen Eigenschaften gleicht es sehr dem schwarzen Ebenholz, ist aber um ein vielfaches seltener und damit teurer als schwarzes Ebenholz - Makassar gehört zur Zeit mit zu den teuersten Hölzern des Handels.

Eberesche
Die Eberesche oder Vogelbeere (Sorbus aucuparia) ist ein in Europa weit verbreiteter Baum, dessen im Herbst erscheinenden rote Früchte dem Baum ein signifikantes Aussehen verleihen. Das Holz ist sehr feinporig, hart und recht dauerhaft, der dunkle Farbkern ist markant gegen das helle Splintholz abgesetzt. Mit einem Trockengewicht um 700-850 kg/m3 ist es mittelschwer, es war immer begehrt für feine Drechselarbeiten und zum Beispiel die erzgebirgische Spielzeugherstellung.

Efeu
Der Gemeine Efeu (Hedera helix) wächst gewöhnlich nicht als eigenständiger Strauch oder Baum, sondern ist ein immergrüner Kletterstrauch. Doch kann der Efeu mit steigendem Alter respektable holzige Stämme von bis zu 25 cm Durchmesser erreichen. In der germanischen und griechischen Mythologie ist der Efeu sehr oft vorkommend, seinen Blättern wie auch seinem Holz wurden viele magische Wirkungen zugeschrieben.
Das Holz des Efeus wird höchst selten verarbeitet, zu selten sind große Durchmesser zu finden und zu gewöhnlich sieht das sehr gutmütig zu bearbeitende Holz aus.  Doch ab und zu wird es zu Drechselarbeiten, Spazierstöcken, Schirmgriffen und Schnitzereien verarbeitet.

Eibe
Eiben (Taxus baccata) wachsen in weiten Gebieten Europas, in England werden die Bäume seit Jahrhunderten wegen ihres u.a. für den Bogenbau wertvollen Holzes kultiviert. Eiben können über 1000 Jahre alt werden. Schönes, mit feinen kleinen schlafenden Augen genannten Knospen überwachsenes Holz wird als 'gepfeffertes' Maserholz bezeichnet, ist äußerst selten und begehrt für feinste Möbel und Drechselarbeiten! Das Holz der Eibe ist sehr hart, zäh, schwer, höchst elastisch und auch bei Feuchtigkeit sehr dauerhaft. Eibenholz ist das härteste Holz aller Nadelhölzer. Es lässt sich mit allen Werkzeugen leicht und gut bearbeiten, gehobelte Flächen werden sehr glatt. Ein seltenes, nicht alltägliches Edelholz!

Eiche
Die Eiche ist ein ganz Europa weit verbreiteter Baum, in Deutschland sind Trauben- (Quercus petraea) und Stieleiche (Quercus robur) die häufigsten wachsenden Laubbäume dieser Gattung. Eichen sind ein Symbol der Ewigkeit und Beständigkeit, sie werden in der Regel sehr alt, wie auch ihr Holz zu den sehr dauerhaften und widerstandsfähigen Hölzern zählt und schon deshalb eine hohe Wertschätzung genießt. Ihr Holz zählt zu den hochwertigsten und wertvollsten Hölzern heimischer Waldwirtschaft. Eichenholz ist sehr hart und schwer und bis auf das Splintholz sehr dauerhaft. Es wird außerordentlich vielfältig verwendet bei Türen und Fenstern, Fußböden und Parkett, als Konstruktionsholz beim Häuserbau, im Wasser- und Schiffsbau, bei Geräten, Fässern, Mühlen und Maschinen. Das etwas weichere Traubeneichenholz wird auch für Drechslereien, Bildhauerarbeiten und andere kunstgewerbliche Arbeiten genutzt, als Massivholz und zu Furnier aufgearbeitet vielfältigst für Möbel verwendet.
Seine offenporige, im Radialschnitt mit markanten Spiegeln durchzogene Maserung hat seit langem für immer weiter steigende Verbreitung im Markt gesorgt, die rustikale Ausstrahlung auch von mit derben Ästen durchsetzten Eichenholzes erfreut sich als Kontrast zu den langweilig perfektionierten furnierten Möbelflächen am Ende des 20. Jahrhunderts stets weiter steigender Beliebtheit.

Eiche, Räuchereiche
Geräucherte Eiche (Quercus robur) sieht Mooreiche außerordentlich ähnlich, weswegen wir dieses Holz auch in dieser Kategorie plazieren. Räuchereiche entsteht in einem industriellen Verfahren unter Verwendung von Ammoniak, das unter hoher Temperatur und Druck mit den natürlicherweise im Eichenolz vorkommenden Gerbsäuren reagiert und dabei diese Farbveränderung hervorruft. Die Färbung durchdringt selbst dicke Holzstärken bis zum Kern und ist absolut dauerhaft, ganz ähnlich wie der unter Wasser im Laufe von Jahrtausenden stattfindende natürliche Vorgang, bei dem ebenfalls die Gerbsäure der Eiche in farbgebende Substanzen umgewandelt werden.
Der Vorteil der Räuchereiche ist die hohe Holzqualität, die leidigen Risse von Mooreiche und der starke Abbau von Holzsubstanz mit Faulstelllen oder teilweiser Zellabbau mit verminderter Festigkeit fehlen hier völlig.  

Eiche, Mooreiche
Mooreiche (Quercus robur) ist keine spezielle Holzart, sondern bildet sich aus toten Eichenstämmen, die nach ihrem Absterben in Mooren und Sümpfen unter Wasser gelegen haben. Unter Sauerstoffabschluß  verrotten diese nicht, sondern verfärben sich über Jahrhunderte und -Tausende von hellgrau über dunkelbraun, blaugrau bis zu tiefschwarzer Farbe. Gerbsäure im Eichenholz reagiert mit Eisenionen im Grundwasser, die das Holz stark verfärben. Das Alter solcher subfossilen Eichen liegt zwischen 500 und ca. 5000 Jahren. Das große Problem bei Mooreiche besteht in der Trocknung: diese ist außerordentlich heikel und fast immer mit Rißbildung verbunden. Trockene, rißfreie Mooreiche ist sehr selten und damit sehr teuer. Daher kommt Mooreiche nur für hochwertige kleinere Kunsttischlereiarbeiten in Betracht.

Eisenholz, Australisches
Australisches Eisenholz (Acacia excelsa) wird dort auch Doodlallie oder Bunkerman genannt. Der kleine Baum wächst örtlich begrenzt nur in den sehr trockenen Wüstenregionen von New South Wales und Queensland, Australien. Diese Bäume bleiben sehr klein, ein Stammdurchmesser von 10-15 cm gilt als normal. Das Holz dieses Eisenholzbaums ist ganz neu auf dem Markt, es ist äußerst stabil, hart , dicht und dauerhaft, seine Farbe variiert von dunkelbraun bis fast schwarz und zeigt wie alle Wüstenhölzer eine sehr feine Struktur und interessante Maserung, lässt sich gut bearbeiten und ist eine echte Seltenheit auf dem Markt. Einige Rohlinge können hell kontrastierendes Splintholz haben, das aber genauso hart ist wie der dunkle Kern.

Eisenholz, brasilianisches, Panacoco
Eisenholz (Swartzia  tomentosa) ist ein tief Braunrot bis schwarzbraunes, extrem hartes Holz mit  gelblichweißem Splint. Es ist sehr dicht, ziemlich elastisch und sehr schwer. Bei der Bearbeitung ist durch die hohe Dichte erhöhter Kraftaufwand nötig. Es lässt sich trotz seiner Härte und seines Gewichtes recht gut bearbeiten. Verwendung findet es in der Drechslerei, Stockindustrie und für Geigenbögen.

Eisenholz, Wüsteneisenholz
Wüsten- Eisenholz (Olneya tesota), auch Arizona- Eisenholz oder Palo de Fierro genannt kommt aus der Sonora- Wüste im Süden Kaliforniens, Südwest -Arizona und Nordmexiko. Das Holz ist üblicherweise gold-gelblich-braun mit schwarzer Maserung, der schmale Splint weiß-gelblich. Das Holz ist überaus fein, dicht und hart, selten so schön gemasert wie hier vorliegend und ist wohl das schwerste Holz weltweit.
Die Bäume des Wüsteneisenbaums wachsen sehr langsam, werden bis zu 2000 Jahre alt und sind auch nach ihrem Absterben in der Wüste praktisch unzerstörbar. Die verfügbaren Mengen sind äußerst gering, der Baum steht seit langem unter Naturschutz und selbst das Sammeln von Totholz  in der Sonora-Wüste ist verboten.
Die eingeborenen Seri-Indianer haben eine lange und berühmte Tradition in der Bearbeitung des Eisenholzes; sie stellen daraus Pfeilspitzen, Griffe und Schnitzereien her, die die Tierwelt der Wüste zum Thema haben.

Elsbeere, Speierling
Der Elsbeerbaum (Sorbus torminalis) ist ein in ganz Europa verbreiteter, doch sehr vereinzelt in hellen Laubwäldern vorkommender langsamwüchsiger Baum. Sein Holz ist von außerordentlich feiner Qualität, sehr hart, zäh und dicht, formbeständig, fest und porenlos, so dass es traditionell für Mess- und Zeichengeräte, Maschinenteile, Musikinstrumente verwendet wurde. Möbeltischler und Drechsler schätzen dieses Holz wegen seiner warmen, ansprechenden Farbe und vorzüglicher Bearbeitbarkeit, Einrichtungen aus diesem Holz gehören sicher mit zu den schönsten Ausstattungen.
Das Holz hat eine natürliche hellgelbe bis leicht rötliche, oft als hautfarben beschriebene Farbe, die seidig schimmert und eine sehr warme Ausstrahlung hat, in den meisten Fällen wird das Holz jedoch gedämpft und bekommt dadurch eine warme mittel- bis dunkelrötliche Färbung, die der des Birnbaums sehr ähnelt. Besonders dekorativ sind geriegelte Elsbeerenstämme, auch die Bildung eines dunkelbraunen bis fast schwarzen Falschkerns macht das Holz zu einer Besonderheit. Leider wird das gedämpfte Holz der Elsbeere bis heute im Handel immer noch verfälschend als Schweizer Birnbaum bezeichnet, obwohl es weder Birnbaum ist, noch aus der Schweiz kommt.   

Erdbeerbaum
Der westliche Erdbeerbaum (Arbutus unedo) ist heimisch im Mittelmeerraum und Nordafrika und wird dort unter guten Bedingungen 2-3 Meter, nur sehr selten bis zu 10 Meter hoch. Der immergrüne Baum mit harten, glänzenden Blättern entwickelt kugelige rot-orangene Früchte, die an Erdbeeren erinnern- daher der Name. Aus diesen Früchten wird der Aguardente de Medronho gebrannt, in Portugal eine berüchtigte Spirituose. Das sehr harte Holz des Erdbeerbaums wird im Wuchsgebiet für alle möglichen Anwendungen genommen, wird aber auch schnöde verheizt. Es ist von blasser rötlicher Farbe und trocknet schnell, wobei es sich meist stark verzieht.

Esche
Die Esche (Fraxinus excelsior) ist ein weit verbreiteter einheimischer Baum mit vorzüglichem hartem und elastischem Holz  von heller weißlicher bis gelblicher Farbe, im Alter entwickeln reife Bäume einen braunen Farbkern, der optisch sehr dem Olivenholz gleicht. (Olivesche). Eschenholz ist aufgrund seiner guten Eigenschaften bei Verarbeitung und Aussehen ein ewiger Klassiker aller Holzhandwerker!Die eher selten an Eschen vorkommenden Maserknollen sind oft rissig und wild gemasert, aber von unvergleichlicher Schönheit. Bei Eschenmaserholz kommen immer Rindeneinwüchse, Spannungsrisse oder kleine Hohlstellen vor, die mit Kitten gefüllt werden müssen!

Esche, Sumpfesche
Sumpfesche (Fraxinus nigra), amerikanisch: Swamp Ash, ist ein im Gitarrenbau höchst berühmtes Holz, da es einerseits einen besonders ausgewogenen, warm brilliantem Klang mit hohem Sustain besitzt und andererseits durch besondere Leichtigkeit auffällt- für einen E-Gitarrenbody mehr als erwünschte Eigenschaften. Viele berühmte Fender-Modelle der 50er hatten einen Korpus aus diesem Holz.
Die für Gitarren bestgeeignete Sumpfesche wächst in den Sümpfen und Überschwemmungsgebieten Louisianas, im Bayou Country, woher dieses Holz auch stammt. Das Holz ist offenporig, weist oft große und weit auseinander liegende Jahresringe auf und ist wegen seines schönen Maserungsbildes bestens für klare Lackierungen geeignet.

Esche, Ungarische Blumenesche
Ungarische Esche, Ungarische Blumenesche wird eine heute kaum mehr bekannte Wuchsform des Furnieres von Eschen genannt, die seit der Renaissancezeit bereits als auffälliges schmückendes Furnier an aufwendigen Fassadenschränken verwendet wurde. Diese Wuchsform hat ihre Entstehung durch dreidimensional welliges Wachstum der Holzfasern, bei Ahorn wird solch ein charakteristischer Wuchs als Blasen-oder Muschelwuchs, auch Blister oder Wolkenahorn, im englischen quilted genannt. Die Ausprägung dieser extrem seltenen Wuchsabnormalität scheint besonders in Ungarn, aber auch in Rumänien vorgekommen zu sein, auch auf dem Gebiet der Donaumonarchie wurde dieses sehr dekorativ wirkende Furnier verwendet, doch scheint dieses Holz seit ca. 100 Jahren nicht mehr im Handel vorgekommen zu sein. Ich kenne es nur aus uralten Beständen von Furnieren oder seltenen Möbeln des 19. Jahrhunderts. Alleine eine besondere Maserung der japanischen Esche, Tamo, ähnelt diesem seltenen Furnier ein wenig, ohne aber dessen unglaubliche dreidimensionale Wirkung zu haben.

Essigbaum
Essigbaum wird der Hirschkolbensumach (Rhus typhina) in Deutschland fast immer genannt, viele kennen den wunderschönen Baum oder Strauch, dessen feine, weit verzweigte Fiederblätter im Herbst intensiv leuchtendrot werden. Der dunkelrote, fein behaarte Fruchtkolben erinnert an die Stangen eines Hirschgeweihs. Der Baum wird nicht sehr groß und alt, dicke Stämme sind eher eine Seltenheit. Dafür ist das Holz eine echte Rarität: es ist von gelb-grün über quietschgrün bis zu grünbraun ein echter Exot unter den eher fahlen einheimischen Hölzern, aber schließlich ist der Sumach ja auch aus Nordamerika stammend. Das Holz ist leicht und gut zu bearbeiten und war immer kleinen feinen Arbeiten vorbehalten.

Feigenbaum
Der Feigenbaum (Ficus carica) wächst im gesamten Mittelmeergebiet und war lange Zeit Inbegriff des Traums vom Süden - schon Friedrich der Große ließ sich 1770 in seinem Schloss Sanssouci einen „gläsernernen Berg“ mit verglasten Gewächshäusern für die Zucht von Feigenbäumen anlegen. Die Früchte des Feigenbaums dürften wohl allen Europäern bekannt sein, im Winter als zuckersüße Naschereien traditionell weit verbreitet, ist das Holz dieses Baums oder Strauchs jedoch ein echter Exot, das nur sehr selten verarbeitet wird. Das blassgelbe Holz des Feigenbaums ist nicht sehr hart, leicht und ziemlich elastisch, wegen seiner geringen Schwundmaße wurde es gern für die Tafelmalerei verwendet, wie es auch häufig für Schnitzereien genutzt wurde.

Flieder
Flieder (Syringa vulgaris ) wächst in unseren Breiten als Zierstrauch, selten jedoch zu richtigen Bäumen mit nennenswertem Stammdurchmesser heran. Ursprünglich aus Persien stammend, hat sich der Flieder wegen seiner von Weiß bis zu tiefem Violett reichenden Blütenpracht und des betörenden Duftes im Frühjahr seit dem 16. Jhdt. sehr weit verbreitet und ist oft sogar ausgewildert. Sein Holz zählt zu den wertvollen ‚einheimischen Exoten‘, das durch große Härte, sehr schöne violett-braune Farbe gegen gelben Splint sowie angenehmen Duft beim Bearbeiten glänzt. Gar nicht so schön hingegen ist, dass der Flieder fast immer stark drehwüchsig ist und sein Holz zudem beim Trocknen fast immer stark reißt, große, gerade gewachsene und rißfreie Stücke Fliederholz wie die unten angebotenen gehören daher zu den großen Seltenheiten!

Fustik , Brasilholz, Gelbholz
Fustik (Morus tinctoria), auch gelbes Brasilienholz, alter Fustik, Bois de Fustet (F) genannt. Das Kernholz des auf den Westindies (Karibikinseln) und in Mexiko heimischen Färbermaulbeerbaumes enthält einen intensiv goldgelb färbenden Inhaltsstoff, der in der Apotheke (dort Lignum Citrinum genannt) vielfach genutzt wird, vor allem aber zum Färben von Wolle, Seide und Leder. Deshalb wurde dieses Holz seit ca. 1600 nach Europa importiert. Gelbholz dient auch als hervorragendes hartes und dichtes Material in der Kunsttischlerei zur Anfertigung edler Kleinwaren von einzigartiger Farbe.

Ginkgo
Der Ginkgo-Baum (Ginkgo biloba) ist mit einer rund 250 Millionen Jahren zurückreichenden Entwicklungsgeschichte ein lebendes Fossil, das die letzte Eiszeit fast unverändert im Südwesten Chinas überlebte und von dort um 1730 nach Europa gelangte. Seitdem hat dieser einzigartige Baum sich wegen seiner hohen Toleranz gegenüber Abgasen und verschmutzter Luft weltweit verbreitet.
Doch auch wegen seiner ungewöhnlichen Erscheinung und der großen mystischen und heilkundlichen Bedeutung spielt der Ginkgo eine wichtige Rolle in Kunst und Kultur der Menschen und hat deshalb überall große Verbreitung gefunden.
Das Holz des Ginkgobaumes ist hell, leicht und eher weich, ähnelt dem von Nadelhölzern und lässt sich sehr gut bearbeiten. Es wird in Japan traditionell zu Küchengerät und zu Utensilien zur Teezeremonie verarbeitet, aber auch Möbel, Schreine, Go-Bretter, Schnitzereien und Altäre werden aus ihm gefertigt.
Das Holz dieses Reifholzbaums ist gelbbraun, der Splint kaum heller. Es ist äußerst selten zu finden, da keine Bäume zur Holzgewinnung geschlagen werden, sondern nur durch natürliche Alterung selten einmal Bäume anfallen.

Gmelina
Gmelina (Gmelina arborea) ist auch unter dem Namen Yemane oder Gumhar in Burma, Vietnam und Malaysia bekannt und wächst dort zu ca. 30 m hohen Bäumen heran. Der schnellwüchsige Baum ist inzwischen in ganz Südostasien verbreitet, auch in Indien, Pakistan und Sri Lanka wird er angepflanzt. Das leichte Kernholz (trocken 450 - 600 kg/m3) ist mäßig dauerhaft, braun-gelb bis hellgelb, kaum vom helleren Splint abgesetzt.
In seinen traditionellen Wuchsgebieten wird das Holz zu allen nur erdenklichen Verwendungszwecken eingesetzt, von Türen, Fenstern über Möbel und Fußböden bis zu Drechselarbeiten und Musikinstrumenten ist es ein echtes Universalholz. Dieser guten Eigenschaften wegen wird es inzwischen fast weltweit überall dort, wo geeignete Wuchsbedingungen herrschen, in großen Plantagen angepflanzt.

Goldfield Maser
Der Name Goldfield (Eucalyptus spp.) bezeichnet nicht unbedingt eine eigene Holzsorte, sondern ist der Name einer Region mit Goldvorkommen im Westen Australiens. Dort werden viele Maserknollen geerntet, die allgemein der Familie der Eukalyptusgewächse zugeordnet werden können. Weitere Handelsbezeichnungen verschiedener dort vorkommender Hölzer sind: Black Butt, Corrugata, Salmon Gum, York Gum, Woodline Mallee, Gimlet.
Goldfield- Maser ist sehr dicht, hart und schwer (ca. 1200kg/m3) und hat als einziges Australisches Maserholz keinerlei Risse, Löcher oder Harztaschen, was es als Holz für feine Arbeiten prädestiniert. Die Farbe reicht von einem hellgelben Randbereich zu wolkenartig dunklen  grau-braun-rötlichen Farbtönen mit feinen Augen!

Goldregen
Goldregen (Laburnum anagyroides) kommt oft nur als Strauch vor, doch wirklich alte Stämme haben ein wunderschön schokoladenbraunes, tief golden glänzendes hartes und schweres Kernholz, von hellgelbem Splint umgeben. Die hellen Spiegel der Markstrahlen vermitteln ein sehr lebendiges Holzbild. Das Holz besitzt einen starken Lüster, je nach Lichteinfall schillern Holz und Markstahlen golden und erwecken den Eindruck eines fast metallischen Glanzes. Das Holz wird für feinste Kunsthandwerkliche Arbeiten gesucht, da es sehr dekorativ aussieht,  beständig und hart ist. Da alle Teile des Baumes giftig sind, empfehlen wir, stets eine Staubmaske bei der Arbeit zu tragen!

Goncalvo Alves, Tigerwood
Goncalvo Alves (Astronium fraxinifolium), auch Tigerwood oder Jobillo genannt, ist ein Holz des südamerikanischen Kontinents, sein Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko bis Brasilien. Der vereinzelt wachsende Baum liefert sehr widerstandsfähiges und hartes, schweres sehr dekoratives Holz, das überdies durch seinen auffälligen Hell-Dunkel-Kontrast attraktiv ist. Das Holz hat eine hervorragende Steifigkeit, Festigkeit, Härte und Haltbarkeit.
Die Grundfarbe des feinporigen und dichten Holzes ist rotbraun, es ist meist von markanten dunkelbraune Streifen sehr unregelmäßig geadert und durchzogen, auch gefleckt, daher rührt wohl der Name Tigerwood. Das Gewicht liegt bei ca. 900 kg/m3.
Goncalo Alves wir verwendet im Schiffsbau, für Fußböden, Parkett, zu Furnieren aufgearbeitet für Möbel und Innenausbau, für Messergriffe, Werkzeuggriffe, Queues, Drechselarbeiten und ähnliches.

Granadillo , Macacauba
Granadillo (Platymiscium yucatanum) auch Macacauba, Coyote, Cristobal oder Macawood genannt, wächst auf der Halbinsel Yucatan im Süden Mexikos, in Belize und im Norden Guatemalas. Die bis zu 40 Meter groß werdenden, sehr vereinzelt in Wäldern des Tieflands stehenden Bäume liefern ein sehr schönes feinporiges, rotbraunes, extrem hartes und dichtes Holz, das von feinen schwarzen Streifen durchzogen ist. Eine große Variationsbreite lässt auch sehr hellrote bis ganz dunkelbraune Stämme auftauchen.
Das Holz ähnelt ziemlich diversen Dalbergia-Palisandersorten wie Rio- oder Amazonas-Palisander oder Cocobolo, es hat aber rein gar nichts mit dem zur Palisanderfamilie gehörenden Grenadill zu tun. Seine große Härte in Verbindung mit sehr guten Resonanzeigenschaften machen das Holz zu einem exzellenten Klangholz. In Südamerika gilt es als bestes Tonholz für Marimba- und Xylophone, auch für Gitarren, und wird oft als "La Madera Que Canta" ("Holz, das singt") bezeichnet. Granadillo wird ein klingender, heller Ton nachgesagt und erfreut sich bei amerikanischen Instrumentenbauern zunehmender Beliebtheit.

Greenheart
Demerara Greenheart (Ocotea rodiaei, syn. Chlorocardium rodiei) ist ein aus Guyana, Surinam und Brasilien kommendes wirklich steinhartes Holz, das unter vielen Namen bekannt ist: Bibiru, Sipiri, Kevatuk (Guy.), Beeberoe, Groenhart, Sipiroe (Surin). Der Baum wird 25 - 30 m hoch, sein Kernholz ist fahl grünlich, auch braune bis fast schwarze Farben kommen vor, umgeben von blassgelb abgesetztem Splintholz.
Das extrem schwere Holz (um 1200 kg/m3 trocken) ist sehr dauerhaft und dicht, es ist dabei elastisch und wird für viele Einsatzzwecke verwendet: im Wasser- und Schiffsbau, bei Maschinen und Brücken, Fußböden und Gefäßen in der chemischen Fabrikation ist es erste Wahl. Doch auch Angelgeräte, Sportgeräte und Werkzeuge werden aus dem Holz gemacht, bei Drechslern und sogar für Tabakspfeifen ist es sehr beliebt. Frisch bearbeitetes Holz hat einen charakteristischen aromatisch-muskatnussähnlichen Geruch.

Grenadill   
Grenadill (Dalbergia melanoxylon) wird auch als Mozambique- Ebenholz bezeichnet, obwohl es kein Ebenholz ist, sondern zu den Palisandern gehört. Seit Jahrhunderten gehört das sehr extrem schwere (ca. 1400 kg/m3) und harte, fast schwarz- violette Holz  zu den Favoriten der Instrumentenbauer (Klarinetten), der hellgelbe Splint ist mitzuverarbeiten und ergibt besondere Gestaltungsmöglichkeiten! Im Gegensatz zu Ebenholz zeigt Grenadill eine deutlich sichtbare feine schwarze Zeichnung auf violett- dunkelbraunem Grund.

Holunderholz
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) ist ein in Europa heimischer Strauch oder Baum, der den meisten wegen seiner im Juni üppig weiß-gelb blühenden und leicht streng riechenden Blüten bekannt sein wird. Der Baum hat viele regionale Namen, der Begriff Holunder ist aber überall gebräuchlich. Reiche Sagenbildung begleitet diesen für den Menschen seit Urzeiten wichtigen Baum, seine Bedeutung beruhte nicht nur auf den geschätzten Früchten und Blüten. Die dunkelviolett bis fast schwarzen Früchte des Holunders wurden immer von Menschen genutzt, doch auch sein gut bearbeitbares Holz fand als hartes und dichtes Material mit der charakteristischen Markröhre in seinem Zentrum viele Anwendungen, wie auch die Rinde Verwendung in der Naturheilkunde hat.

Imbuia, Pfefferholz
Imbuia (Ocotea porosa) stammt aus dem Süden Brasiliens und ist ein mittelhartes und -schweres Holz, das sich hervorragend bearbeiten lässt. Wegen seines charakteristischen (angenehm) pfefferartigen Geruchs bei der Bearbeitung wird es auch als Pfefferholz, wegen seiner Farbe wird es auch als brasilianischer Nußbaum bezeichnet, ohne deswegen mit den Nußbäumen verwandt zu sein. Die Farbe von Imbuia ist gelblich-oliv bis schokoladenbraun, auf dunkles Nußbraun nachdunkelnd, meistens gestreift manchmal sogar sehr schön gemasert mit wildem Maserungsverlauf wie hier. Das Holz ist sehr beständig und wird für hochwertige Drechseleien, kunsthandwerkliche Arbeiten, Gewehrschäfte und Messergriffe verwendet.

Lapacho
Lapacho, Ipè, grünes Ebenholz (Tabebuia avellanedae) kommt aus dem tropischen Südamerika und ist ein sehr hartes, ungewöhnlich gefärbtes Holz: im Rohzustand ist es grünlich gelb mit feiner Struktur, es zeigt einen feinen Schimmer, der durch mineralische Einschlüsse verursacht wird. Die Rinde wird für vielfältige Heilwirkungen eingesetzt, das Holz enthält heilendes Lapachol, das sich als glitzernder grüner Staub auf dem Holz absetzt.

Jatoba
Der Jatobabaum (Hymenea courbaril) ist in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas und der Karibik verbreitet, das Hauptwuchsgebiet liegt dabei in den Regenwäldern Brasiliens. Er ist unter vielen lokalen Namen bekannt, Paquió und Courbaril sind nur zwei davon. Die Bäume wachsen meist zu sehr stattlichen Höhen von ca. 35 m heran, Stämme mit über einem Meter Durchmesser sind keine Seltenheit. In Europa ist Jatoba weitgehend unbekannt, ist es doch ein Edelholz mit hoher Widerstandsklasse und gefälliger Farbgebung, es hat kaum Poren, dadurch lassen sich ebene und geschlossenporige Oberflächen herstellen. Wechseldrehwuchs des Holzes selten und meist nicht stark ausgeprägt. Das Kernholz kann von hellen Orangebraun bis zu einem dunkleren Rotbraun variieren, manchmal mit kontrastierenden graubraunen Streifen durchsetzt. Die Farbe dunkelt bei Lichteinfall nach, wobei das Splintholz hell graugelb ist und sich deutlich vom Kernholz abgrenzt. Verwendung findet Jatoba vielfach, z.B. als: Fußboden, für Möbel und im Innenausbau, für Werkzeuggriffe, im Schiffsbau, für Eisenbahnschwellen, für gedrechselte Gegenstände und kunstgewerbliche Arbeiten.

Jequitibá
Jequitibá Rosa (Cariniana legalis), auch Abarco, stammt aus hauptsächlich aus Brasilien und weiteren Ländern des tropischen bis temperierten Südamerikas. Das blassrosa bis rötlich ausfallende und leichte, ein wenig dem Mahagoni gleichende mittelharte Holz dieser riesengroß werdenden Bäume hat eine lange Tradition im Handel zwischen der Karibik (Westindien), Südamerika und Seehäfen in Europa: aus diesem Holz wurden die stabilen, etwa sarggroßen Transportkisten (caixas) gezimmert, in denen 200 - 300 kg Zucker nach Europa importiert wurde. Der verbreitete Name ‚Zuckerkistenholz‘ stammt daher. Dieses besonders in den Häfen und an der Küste nach Leerung der Kisten in nennenswerten Mengen anfallende Holz wurde als Recycling im Möbel- und Instrumentenbau wiederverwendet, sogar für Rembrandts Bilder ist es als Holz für Maltafeln nachgewiesen. Meistens finden sich an Möbeln aus Zuckerkistenmahgagoni gut erkennbare, zugekittete Löcher, die von Nägeln während der Verwendung als Transportkiste für Rohrzucker stammen. Das hier vorliegende Holz stammt von einem Biedermeiermöbel und dürfte schon als Zuckerkiste im 18. oder 19. Jahrhundert die Reise über den Atlantik gemacht haben.

Johannisbrotbaum
Der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) ist am Mittelmeer heimisch. In Spanien, woher dieses Holz stammt, heißt er Algarrobo. Er wird auch Karob- oder Karubenbaum genannt, weil seine süßen Früchte so bezeichnet werden. Diese nach Reifung großen, lederartig dunkelbraun glänzenden Früchte werden auf vielfältige Weise als Nahrungsmittel genutzt, es wird Mehl aus ihnen gewonnen, Sirup, als Karobenkaffee wird die Fruchthülle genutzt. Das Holz des Johannisbrotbaums ist sehr hart und schwer, dabei dicht und feinporig, widerstandsfähig und dauerhaft gegen Verrottung. Es ist hell rötlich mit hellem Splint, und es eignet es sich deshalb zur Herstellung von Zäunen, Fußböden und Türen. Weil es bruchfest ist, wird es für Werkzeugstiele und Wanderstöcke verwendet. Auch zur Herstellung von Holzkohle wird es ob seiner langsam ablaufenden Verbrennung geschätzt.

Kamagong-Ebenholz
Kamagong-Ebenholz (Diospyros blancoi, D. mindanaensis) ist auch als asiatisches Ebenholz, Burmese oder Malaysian Blackwood/ Ebony bekannt. Der Baum der Ebenholz-Familie kann respektable 60-80 cm Durchmesser und 10 - 16 Meter Höhe ereichen. Der Stamm bildet ein sehr hartes Holz aus, das in den Herkunftsländern Südostasiens hoch geschätzt wird. Auf den Philippinen wird der Baum wegen seiner Mabolo genannten Früchte kultiviert, sein Holz findet vielfache Verwendung im Bau hochwertiger Möbel, bei Kunstgegenständen, Messern und Kampfstöcken. Auch bei Gitarren findet es Verwendung, die geringe Verfügbarkeit setzt dem Erfolg des Holzes jedoch Grenzen. Das dunkle Kernholz mit seiner von Braun bis ins Violett-Schwarze reichenden Farbskala ist scharf gegen das ebenso harte hellbraune Splintholz abgesetzt, aus diesem Kontrast ergeben sich sehr schöne Gestaltungsmöglichkeiten. Das Holz ist sehr schwer und ähnelt dem Makassar-Ebenholz, hat aber eine spezifische Farbe und Struktur.

Kampferholz
Kampferholz (Cinnamomum camphora) kommt aus Südostasien und ist ein Gewächs der Lorbeerfamilie. Das Holz ist von gelblicher bis zu rosaroter Farbe, manchmal mit schönen roten Streifen geadert und zeigt sehr attraktive Maserungen. Das Holz besitzt einen (auch nach Jahrhunderten) intensiven, fast stechenden aromatischen Geruch, den die meisten kennen: aus dem Holz wurde lange Zeit ein medizinisch sehr wirksamer Bestandteil extrahiert, der Erkältungssalben ihren typischen Geruch gab. Das Holz lässt sich hervorragend bearbeiten und ist extrem dauerhaft. Alte Seemannskisten waren aus diesem Grund immer aus Kampferholz gefertigt, denn dieses wurde von keinem noch so exotischen Insekt angefressen und die Wäsche roch immer frisch!

Kastanie, Edelkastanie
Die Edelkastanie oder Esskastanie (Castanea sativa) stammt aus Kleinasien und Nordafrika und ist inzwischen in wärmeren Teilen Europas, Nordfrankreich, in Deutschland am Ober- und Mittelrhein sowie der Pfalz eingebürgert. Ihr hochwertiges Holz ist fein und glänzend, relativ hart, und mittelschwer, nur schlecht von Eiche zu unterscheiden. Die Farbe reicht vom hellen, fast gelblichen Splintholz bis zu mittel- bis dunkelbraunem Kernholz. Es hat sehr gute technische Eigenschaften, so schwindet es sehr wenig, ist elastisch und beständig gegen Nässe und Fäule, weshalb es traditionell zur Herstellung von Fässern verwendet wird. Wegen des hohen Gerbsäure-gehaltes dient die Rinde zur Ledergerbung. Die essbaren Früchte kommen als Maronen geröstet in den Handel, gemahlen liefern sie Mehl, aus dem man in Notzeiten Brot bereitete.

Kastanie, Rosskastanie
Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist ein wohl jedem vertrauter Baum, der uns jeden Frühling durch die überbordende Pracht seiner großen Blütenkerzen ein wunderschönes Naturschauspiel liefert. Ursprünglich aus Südosteuropa stammend, ist die Kastanie in Europa weit verbreitet und sehr häufig angepflanzt, trotzdem wird das in großen Mengen anfallende Holz kaum genutzt. Die Eigenschaften des Holzes ähneln denen von Pappeln und Weiden, es ist also eher leicht und weich, seine Farbe kann von cremefarben-weißlich über ein typisches fahles Gelb bis zu rötlichen oder auch bräunlichen Farben reichen. Die Maserung ist meist ruhig und schlicht, interessant wird das Holz erst duch Riegel- oder geflammten Wuchs. Durch Einwirkung von Pilzen können sich aber auch besonders interessante reaktive Verfärbungen einstellen, die von silbrig Blau-Grau, Dunkelbraun bis zu Anthrazit reichen können. Eine besonders geschätzte Seltenheit ist das Maserholz der Kastanie, es ist sehr fein geaugt, immer mehrfarbig und mit sehr schönen Farbverläufen eines der schönsten Maserhölzer, die wir haben.

Katalox
Katalox (Swartzia cubensis) wird das Holz eines Baumes genannt, der in Mexiko, Zentral- und im nördlichen Südamerika sehr vereinzelt wächst. Wegen seiner Farbe wird es auch mexikanisches Ebenholz genannt: anfänglich Dunkelviolett mit einem Hauch Blau altert die Farbe zu einem fast schwarzen Farbton, scharf abgegrenzt von gelblich fahlem Splintholz. Das Holz ist extrem hart und schwer (ca. 1,2 t/m3), sehr dicht, feinporig und sehr abriebfest, weshalb es oft für hochwertige Griffbretter vonb E-Gitarren eingesetzt wird.

Kauri
Kauri ist das Holz der auf Neuseeland wachsenden Kauri-Fichte (Agathis australis) aus der Familie der Araukariengewächse. Die Bäume wachsen extrem langsam, in der Regel sind sie nach 100-150 Jahren nur 10 Meter hoch und bilden erst dann eine Krone aus; erreichen aber im Laufe von 200-500 Jahren Stammhöhen von ca. 50 m und Durchmesser bis zu 6 m bei kerzengeraden Stämmen, die weitgehend astfrei sind: die vorzüglichen Eigenschaften des Holzes beschleunigten sein Verschwinden sehr. Das Holz ist heute außerordentlich selten geworden, noch vor 150 Jahren gab es auf Neuseeland (nur hier wächst der Baum) riesige Kauri-Wälder, die jedoch bereits ab 1800 abgeholzt wurden. Die Industrialisierung beschleunigte diesen Abbau ab 1860 so stark, dass nur wenige der imposanten Riesenbäume in kleinen Schutzgebieten wie dem Waipoua-Wald unter strengem Naturschutz seit 1950 überlebt haben. Das leichte, feste und dauerhafte Nadelholz wurde von den Maoris zu Kriegskanus (Wakas) verarbeitet, die weißen Entdecker Neuseeland verwerteten dann das Holz weit profaner und verantwortungslos zu Fußböden, Bauholz, Schiffen, Möbeln und Kisten. Das hier angebotene Holz stammt aus einem Wiederaufforstungsprojekt und ist eine große Rarität. Es ist auch noch Moor-Kauri erhältlich, das ähnlich wie Mooreiche unter Luftabschluss in Sümpfen unter der Erde lagerte, doch ist die Bergung und Trocknung sehr teuer.

Khaya, Afrikanisches Mahagoni
Afrikanisches Mahagoni, Khaya (Khaya ivorenis, K. Senegalensis) ist streng genommen kein echtes Mahagoni wie seine südamerikanischen Verwandten aus der Familie Swietenia, zumindest gehören aber beide Hölzer zur Familie der Melaiceen. Sein attraktives Aussehen, seine guten Eigenschaften und seine Beliebtheit sind so groß, dass es oft als echtes Mahagoni in Abgrenzung zu Sipo, Sapeli oder weiteren Hölzern gesehen wird und seinen festen Platz im Handel gefunden hat. Khaya wächst oft zu gigantisch großen Bäumen heran, so dass große Breiten und Längen in sehr guter Qualität verfügbar sind. Das Holz ist mittelhart und schwer, hat ein sehr gutes Stehvermögen und brilliert mit sehr lebhaften Farben. Khaya-Mahagoni ist nach dem Auftrennen zunächst gelblich-rosafarben, dunkelt unter Lichteinfluss schnell zu einem intensivem rotbraun nach und ist dann ziemlich farbstabil. Oft ist das Holz wechseldrehwüchsig und erzeugt dadurch nach einer guten Oberflächenbehandlung sehr schöne tiefe Maserungen mit starkem Lüstereffekt. Besonders gefragt sind die aus Astgabelungen im Zopf des Hauptstammes gewonnenen Pyramidenfurniere, die immer noch zu den klassischen Mahagonimaserungen zählen und für hochwertigen und teuren Innenausbau sehr gefragt sind.

Kirschbaum, amerikanisch
Amerikanischer Kirschbaum, Traubenkirsche (Prunus serotina), Black cherry, hat ein besonders schönes, deutlich dunkleres Kernholz als sein Verwandter, der einheimische deutsche Kirschbaum. Es ist genauso fein gemasert, feinporig, die feinen Markstrahlen erscheinen als hell glänzende Spiegel auf der Fläche und lasssen dieses Holz sehr edel aussehen. Die Farbe von amerikanischer Kirsche reicht von hell gelblichbraun, intensiv rötlich bis tief dunkel-rotbraun, deutlich gegen das hellere Splintholz abgesetzt. Das Holz sieht immer sehr elegant aus, zeigt oft Riegelungen, großflächige Flammungen und wirkt mit seinem mattem Glanz besonders edel.

Kirschbaum, europäisch
Der Kirschbaum (Prunus avium) gehört wohl zu den schönsten einheimischen Bäumen, diese sind in fast ganz Europa verbreitet und wurden von Römern aus Kleinasien nach Europa eingeführt. Primär sicher wegen seiner leckeren Früchte geschätzt, hat sich aber auch das Holz des Kirschbaumes einen festen Platz ganz oben in der Gunst der Tischler und Möbelkäufer erobert: die Farbe von Kirschholz ist anfänglich hellrötlich und altert zu einem unvergleichlich schönen satten tiefem Goldrot- kein anderes Holz besitzt diese warme Farbe mit so viel Tiefe, Lüster und Glanz. Das mittelharte Holz ist sehr fein und fast ohne Poren, es lässt sich hervorragend polieren- eine schellackpolierte Biedermeierkommode zieht fast jeden Blick auf sich. Es wird verwendet für feine Möbel und Innenausbauten, auch für Musikinstrumente ist es sehr beliebt: arbeiten Sie erst einmal damit, werden Sie wissen, wieso.

Koa
Koa-Bäume (Acacia koa) sind eine Akazienart, die nur auf Hawaii wächst. Der Baum erreicht Höhen von ca. 15 - 25 Metern, sein Holz ist mittelhart, etwas spröde und lässt sich trotzdem sehr gut bearbeiten. Das goldfarben-rötliche bis ins Braune gehende Holz wird auf Hawaii zu vielen Anwendungen verarbeitet, vom Bootsbau über Furniere, Möbel, Kunsthandwerk und vor allem zu Musikinstrumenten. Bei Gitarrenbauern genießt das Holz weltweit einen geradezu legendären Ruf. Besonders schön geriegeltes Koa hat eine auffällige Maserung, die sehr hoch bewertet wird. Koa hat eine lange und bedeutende Rolle für das kulturelle Erbe von Hawaii. Das Holz war bereits vor 1900 so begehrt, dass nur wenige reiche Herrscher sich die Verwendung dieses Holzes leisten konnten. Eine große prächtige Treppe im Iolani-Palast in Honolulu ist z.B. noch heute eine täglich besuchte Attraktion. Obwohl das Holz nicht selten oder bedroht ist, wachsen nur durch strikten Schutz der natürlichen Sämlinge gegen den Wildverbiss genügend Bäume nach, um die hohe Nachfrage an diesem teuren Holz zu bedienen. Damit wird dieses edle Holz für die kommenden Generationen eine lebenswichtige und blühende Ressource in Hawaii bleiben.

Königsholz
Königsholz (Dalbergia cearensis), auch Violettholz oder Veilchenholz genannt, ist ein Sammelbegriff für diverse besonders schöne Palisanderarten. Der Name soll sich vom Privileg der Stammeskönige ableiten, diese Hölzer zu handeln. Das Holz kommt aus Nordost- Brasilien, aus den Provinzen Ceará und Bahia. Die Bäume werden selten dicker als 30-45 cm, daher sind selten große Stücke im Handel zu finden. Die Farbe des Holzes ist lebhaft und intensiv Violett, dunkelbraune bis schwarze Streifen gegen einen manchmal bis ins Bläuliche gefärbten Grundton neben einem cremig-weißen Splint geben ihm ein unverwechselbares Aussehen. Das Holz ist sehr hart, schwer, besonders feinporig und wirkt äußerst dekorativ, lässt sich sehr gut bearbeiten und wird nur zu hochwertigen Produkten wie z.B. Flöten verarbeitet.

Korina
Korina (Terminalia altissima) ist ein Laubbaum, der im tropischen Afrika wächst und riesige, bis zu 30 Meter lange, fast fehlerfreie Stämme entwickelt. Sehr selten tritt dabei der bei dieser Holzart so sehr geschätzte dunkelbraune, fast schwarze Kern auf. Als Holz für Gitarrenbodies hat schwarzes Korina einen fast mythischen Status erlangt, Gibson produzierte daraus in den späten 50ern einige sehr seltene und heute berühmte E-Gitarren. Doch auch für Schreibgeräte ist dieses mittelharte und -schwere Holz eine attraktive Erscheinung.

Kornelkirsche
Die Kornelkirsche (Cornus mas) hat eine Vielzahl regionaler Namen: Herlitze, Dürlitze, Hirlnuss, in Österreich auch Dirndl, Dirndling, Dirndlstrauch oder Gelber Hartriegel, in der Deutschschweiz wird sie Tierlibaum genannt. Die Kornelkirsche gehört zur Gattung der Hartriegel (Cornus), sie wächst meist als Strauch und wird selten höher als 5 Meter. Das Holz ist sehr hart und schwer, zäh und dauerhaft.

Kreuzdorn
Der Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus cathartica) ist ein in Eurasien heimischer Strauch, der in Deutschland weit verbreitet ist und nur recht selten und unter optimalen Umständen zu einem kleinen Bäumen mit verwertbarem Stammdurchmesser heranwächst. Die Beeren des Kreuzdorns werden vielfältig ob ihrer abführenden Wirkung medizinisch genutzt. Auch als Färbemittel wurden diese Früchte vielfältig für grüne und gelbe Farben benutzt. Das Holz des Purgier-Kreuzdorns ist sehr hart und schwer, hochfest und sehr dauerhaft, lässt sich schwer spalten und wird sehr selten angeboten, ist aber wegen der schönen rötlich-gelben Farbe und der feinen Maserung hoch geschätzt.

Laurel
Laurel (Laurelia aromatica) ist ein endemisch in Chile wachsender immergrüner Baum, der im Regenwald bis zu ca. 30 Metern hoch wächst. Seine hellen und dicken, lederartig glänzenden Blätter sowie die Rinde und die kleinen gelben Blüten spielen eine wichtige Rolle in der Medizin der Eingeborenen Inkas, vielfältige aromatische Inhaltsstoffe machten diese Teile des Baums zu wirksamer Medizin gegen Kopfschmerzen, doch auch als Gewürz werden diese verwendet. Namensgebend für das Holz war der bei der Bearbeitung des leichten und mittelharten Holzes durch die vielen eingeschlossenen Ölzellen entstehende sehr angenehm aromatische Duft. Das Splintholz ist hellgrau bis helloliv, das Kernholz im frischen Zustand silbergrau, zu silbrig-rotbraunen Farbtönen nachdunkelnd. Die Arbeit mit diesem Holz ist wegen der leichten Bearbeitbarkeit und des angenehmen Duftes ein wahres Vergnügen!

Thuja, Lebensbaum
Als Thuja bezeichnet man in Deutschland fast immer den Lebensbaum, (Thuja occidentalis). Dieser hat kaum etwas mit dem edlen Wurzelholz der Sandarakzypressse (Tetraclinis articulata) aus dem Atlasgebirge Marokkos gemein. Der Lebensbaum stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika, ist aber in Europa weitestens verbreitet. Die Bäume können ca. 20 Meter hoch werden, bei langsamem Wuchs erreichen sie nicht selten bis zu 1 Meter Stammdurchmesser. Lebensbäume besitzen ein leichtes, hellgelbes bis zu rotbraunes Kernholz, es ist sehr dauerhaft und nach vorsichtiger Trocknung dimensionsstabil. Sein Geruch ist angenehm ätherisch, blumig und zedernartig, wenngleich die im frischen Baum enthaltenen Thujone giftig und allergen wirken können. Das in Deutschland im Handel selten angebotene Holz findet für Wasserbauten, beim Bootsbau, für Zaunpfosten und Leitungsmasten Verwendung. Das feine Kernholz wird von Möbelschreinern wegen seiner duftenden Eigenschaften geschätzt. In den USA wird es unter dem Namen white cedar vielseitig beim Hausbau verwendet, aus diesem Holz gespaltene Dachschindeln sind äußerst haltbar und beliebt.

Thuja, Riesen-Lebensbaum
Der Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata) spielt im Nordwesten der USA als Western Red Cedar oder Rotzeder eine wichtige Rolle als Nutzholzbaum in der Forstwirtschaft. Er ist in Wirklichkeit keine echte Zeder der Cedrus-Familie, erreicht Höhen bis zu 60 Meter und wird über 800 Jahre alt, liefert ein vorzüglich leichtes, sehr dauerhaftes und wenig schwindendes Holz, das beim Bau von Häusern breite Verwendung findet. Einzelne Stämme erreichten ein Volumen von ca. 500 Kubikmetern Holz!Die technischen Eigenschaften sind besonders gut, das Holz hat weißen Splint und einen sehr schönen rotbraunen Kern, frische Anschnitte haben einen angenehmen bis scharfen, zedernartigen Geruch. All diese guten Eigenschften wurden schon von den Indianern erkannt und geschätzt, sie verarbeiteten das Holz zu Kanus, Häuser und Totempfählen, die Rinde wurde zu Seilen und Netzen verarbeitet. Das Holz ist wegen seiner extrem feinen und gleichmäßigen Jahresringe für Musikinstrumente sehr gesucht- ein rundum gutes Holz für viele Zwecke bei sehr leichtem Gewicht!
Linden (Tilia spp.) sind über ganz Europa verbreitete Bäume, deren Holz trotz vorzüglicher Eigenschaften (geringes Schwinden, Werfen, Reißen, Dimensionsstabilität) nur selten verwendet wird, am meisten geschätzt wird es von Bildhauern wegen seiner exzellenten Schnitzbarkeit. Maserknollen kommen an Linden recht häufig vor, sind aber wegen ihrer Weicheit nicht einfach zu bearbeiten. Sie werden kaum ein anderes einheimisches Holz mit so feiner Maserung finden!

Lorbeer
Der Echte Lorbeer (Laurus nobilis) ist ein bis zu 7 m hoch wachsender immergrüner Strauch oder Baum, er kann hunderte von Jahren alt werden und ist z.B. in Griechenland heimisch. Die Blätter sind stark aromatisch riechend, in fast allen Küchen der Welt bekannt und verbreitet. Der Stamm des Lorbeerbaums hat eine meist dünne, glatte Rinde und eher unspekatkuläres Holz. Seine Farbe ist weißlich-grau, oft mit mit grauen oder bräunlichen Farbschattierungen durchzogen.

Macacauba- siehe Granadillo

Machiche
Machiche (Lonchocarpus castilloi) wächst im fast ganzen tropischen Südamerika, besonders gut aber in der Karibik, in Yucatan (Mexiko) und in Guatemala und ist dort in Feuchtwäldern weit verbreitet. Es hat viele populäre Namen in seinen Wuchsgebieten: Machiche, Balche (Mexiko), Chaperno (Costa Rica, Panama, Guatemala), Guaimaro, Marajagua (Venezuela), Macaratu (Kolumbien), Sindjaple (Surinam), Haiari (Guyana), Barbasco (Peru), Imbira de sapo, Timbo (Brasilien). In Europa wird es unter dem völlig irreführenden Namen Caribbean Cherry vermarktet-ein typischer Euphemismus des Holzhandels. Das harte und schwere Holz (ca. 900 kg/m3) ist rot- bis Kaffeebraun, das Splintholz blassgelb bis ockerfarben. Die Maserung ist homogen und schlicht, mitunter von schwarzen bis goldbraunen Streifen durchzogen. Die Poren sind mittelgroß, die Fasern vorwiegend gerade. Das Holz ist sehr haltbar und widersteht Insektenbefall bestens. Verwendung findet Machiche als Konstruktionsholz, Außenmobiliar, Parkett, Bodenbeläge, Terrassendecks, Drechslerwaren sowie im Möbelbau.

Madrona
Madrona Maser (Arbutus menziesii) wird das selten vorkommende Maserholz einer wie Bruyere zu den Ericaceen gehörenden Baumart genannt, die in ihrer Heimat, der Westküste Nordamerikas auch Arbutus, Manzanita oder Pacific Madrone genannt wird. Die Maserknollen dieser buschartigen, im Norden manchmal bis zu 25 Metern hoch werdenden Bäume entstehen meist am Wurzelansatz, so dass die Maserknollen nur halb über der Erde wachsen und deshalb mühevoll ausgegraben werden müssen. Das meist sehr fein geaugte und schön wirbelige Maserholz ist sehr hart, feinporig und zeigt Farben von blassrosa bis zu fahl rot und braun und erinnert ein wenig an Apfelholz. Extrem schwierig ist die Trocknung des Maserholzes, seine Tendenz sich zu verziehen und zu reißen ist überall gefürchtet- nur lange Jahre vorsichtiger Lufttrocknung können dieses wunderschöne Holz besänftigen und für Holzliebhaber nutzbar machen.

Mahagoni, Honduras
Honduras-Mahagoni (Swietenia macrophylla) wird auch (Süd-) Amerikanisches Mahagoni genannt, kommt aus Zentral-Südamerika und ist mehr als berühmt für seine hervorragenden Eigenschaften, die es für jeden Zweck zur idealen Besetzung machten: von Booten, Möbeln, Fenstern und Türen, Vertäfelungen bis zu Musikinstrumenten reicht sein Verwendungszweck. Wegen der hohen Nachfrage ist heute kaum mehr "echtes" Mahagoni verfügbar, wenig stammt wie dieses aus Plantagen oder es werden (meist minderwertige) Ersatzhölzer angeboten, die aber gar keine echten Mahagoniarten sind wie Sipo, Sapeli, Khaya, Makoré oder Tiama und Kosipo. Echtes Mahagoni ist ziemlich leicht (ca. 500 kg/m3) und doch sehr fest und extrem widerstandsfähig, es hat sehr gutes Stehvermögen, arbeitet und schwindet kaum und besitzt hervorragende Eignung als Tonholz. Das Kernholz ist gelb- bis rotbraun, unter Licht stark nachdunkelnd.

Mahagoni, Khaya
Afrikanisches Khaya-Mahagoni (Khaya ivorensis) kommt von der Westküste Afrikas und wird in meist großen fehlerfreien Stämmen exportiert. Im Gegensatz zu den echten Mahagoniarten aus Südamerika und der Karibik (Swietenia spp) wird afrikanisches Mahagoni wie Khaya erst seit etwa 1880 nach Europa importiert, die durch Übernutzung selten gewordenen Mahagoniarten aus Übersee waren kaum mehr verfügbar und Ersatz hiefür wurde dann in Afrika gefunden. Das Holz ist von mittlerer Härte und Dichte, um 500 kg/m3 sind typisch, es hat viele sehr gute Eigenschaften wie eine hohe Beständigkeit, gutes Stehvermögen, geringes Schwundverhalten, ist recht feinporig und besitzt dazu noch eine sehr attraktive rotbraune Farbe, die durch Alterung und Sonnenlicht zu einer gold-braunroten tiefen Altersfarbe patiniert. Ein oft bei Khaya vorkommender Wechseldrehwuchs gibt dem Holz eine sehr kontrastreiche Ausstrahlung und einen feinen streifigen Lüster.

Mahagoni, Sapeli
Sapeli-Mahagoni Sapeli (Entandrophragma cylindricum) kommt aus der Familie der Meliaceae, ist also ein Mahagonigehölz. Sapeli-Mahagoni wächst an der äquatorialen Westküste Afrikas, Ghana und die Elfenbeinküste sind typische Wuchsgebiete. Sapeli wird oft mit anderen Mahagoniarten verwechselt, teils ist die Abgrenzung zu anderen afrikanischen Mahagoniarten wie Sipo, Khaya, Kosipo schwierig. Diese Bäume können mit einer mittleren Wuchshöhe von ca. 45 Metern und einem Stammdurchmesser von bis zu 1,50 Metern sehr große Stämme bilden, meist sind diese von hoher Qualität, da weitgehend astfrei. 
Das Kernholz ist hell- bis braun-rötlich, stark nachdunkelnd zu einem tiefen Rotbraun und hat einen schönen Glanz und Lüster. Ein oft auftretender Wechseldrehwuchs lässt das Holz zu einem sehr begehrten Innenausbauholz werden, seine besonders schön wirkende Maserung macht es zu einem sehr begehrten Dekorationsholz. Sapelimahagoni ist mittelhart, hat eine hohe Festigkeit und Beständigkeit und lässt sich sehr gut bearbeiten. Seine Verwendung reicht von einem klassischen Möbelholz über hochwertige Innenausstattungen über Fenster- und Türrahmen bis zum Boots- und Yachtbau und Musikinstrumenten.

Mahagoni, Sipo
Sipo-Mahagoni (Entandophragma utile) ist eine aus West- und Zentralafrika kommende sehr hochwertige und universell einsetzbare Holzart, die sich einen festen Platz bei den Spitzenqualitäten in Handwerk und Hobby erobert hat. Die Bäume wachsen in Westafrika und können zu echten Riesen werden, astfreie Stammlängen von 25 Metern sind keine Seltenheit! Das Holz ist mittelhart, hellrötlich und dunkelt zu einem tiefen Rotbraun nach, ein sehr schöner Lüstereffekt begleitet dieses attraktive Holz.

Mahagoni, Kuba-Mahagoni, westindisches Mahagoni
Kuba- Mahagoni (Swietenia mahagoni) stammt aus der Karibik, es wurde früher von den Westindies, also den Inseln, die Kolumbus auf der Suche nach einer neuen Route nach Indien fand, seit etwa 1650 nach Europa importiert. Auch als Inselmahagoni bezeichnet ist dieses das einzig "echte" Mahagoni, die riesige Wertschätzung und Nachfrage haben dieses Holz aber fast ausgerottet. Das Holz dieser Bäume stammt von im 19. Jhdt durch Holländer und Briten in Britisch-Guyana angepflanzten Setzlingen, die unweit von Kuba ideale Bedingungen vorfanden! Das Holz ist unvergleichlich schön in Struktur und Farbe, diese nimmt durch Lichteinfluß ein seit Jahrhunderten sehr geschätztes frisches Rosarot bis zu tiefem Dunkelrot mit unglaublichem Lüster und Lichtspiel an. Typisch sind die feinen Kalkablagerungen in den Poren, der Wechselwuchs und ein hohes spezifisches Gewicht: das Holz wiegt ca. 800 - 1000 kg /m3. Eine echte Rarität für allerfeinste Arbeiten! Ebenfalls perfekt passend für Restaurierungen an antiken Möbeln des 18./19. Jahrhunderts!

Maidou
Maidou Maser (Pterocarpus cambodianus), auch als Golden Amboina, Mai pradoo, Pradoo Burl bekannt, ist ein naher Verwandter des echten Amboinas, dem es sehr ähnelt. Der nur mittelgroße Baum wächst in Thailand, Myanmar, Kambodscha, Laos und Vietnam und wird 15 bis 20 Meter hoch. Nur sehr selten bildet der Baum am Stamm die so begehrten Maserknollen aus, so dass fein geaugtes Maserholz dieses Baumes zu den sehr begehrten Raritäten des Handels zählt. Das Farbspektrum des Kernholzes reicht von goldgelb-rötlich, leuchtend orangefarben bis zu ziegelrot, es ist umgeben von deutlich abgegrenztem hellgrauem bis fahlgelbem Splintholz. Das Holz ist generell etwas leichter und heller, dabei aber noch sehr viel feiner gemasert als sein naher Verwandter Amboina Maser, deshalb bleibt es kleinen und feinen kunsthandwerklichen Arbeiten vorbehalten. Für die Furnierherstellung ist das feine Maserholz sehr gesucht, es gilt dem Amboina als ebenbürtig und ist nur selten überhaupt am Markt zu finden.

Makamong
Makamong, Craib (Afzelia xylocarpa) stammt aus SO-Asien, die Bäume sind in Laos, Thailand, Burma, Vietnam und Kambodscha beheimatet. Die stattlichen Bäume werden bis zu 300 Jahre alt und erreichen ca. 30 Meter Höhe bei max. 2 m Durchmesser Das Holz dieser Bäume ist dort hoch geschätzt, seine Härte und Beständigkeit sind so groß, dass es eine sehr breit gestreute Verwendung vom Möbelbau über Fußböden bis zum Hausbau findet. Das sehr dichte, harte Holz zeigt orange-rötliche Farbe, die zu einem warmen, rotgoldenen Ton altert und der von Amboina sehr ähnelt. Besonders attraktiv ist das Maserholz dieses Baumes, das allerdings auch sehr selten ist und mit seiner verschlungenen, wilden Maserung zu den absoluten Raritäten gehört.

Makassar - Ebenholz
Makassar (Diospyros celebica) wird ein auffällig braun- schwarz gestreiftes Ebenholz nach seinem Hauptausfuhrhafen auf der Insel Celebes (heute Sulawesi), Ost-Indonesien genannt. Das äußerst attraktive und hoch dekorative Holz gehört mit seinem gestreiften Erscheinungsbild zu den farbigen Ebenhölzern und ist für hochwertige Innenausbauten wie für kunstgewerbliche Arbeiten höchst gefragt. In seinen mechanischen Eigenschaften gleicht es sehr dem schwarzen Ebenholz, ist aber um ein vielfaches seltener und damit teurer als schwarzes Ebenholz - Makassar gehört zur Zeit mit zu den teuersten Hölzern des Handels.

Makoré
(Tieghemella heckelii) kommt aus Westafrika, wo der Baum bis zu 50 Metern Höhe erreichen kann. Sein Holz ist rötlich, meist etwas heller als das recht ähnliche Mahagoni, dabei jedoch härter und schwerer als dieses. Oft ist das Kernholz von deutlich sichtbaren dunkleren Linien durchzogen, das Splintholz ist fahl-hellgelb. Oft tauchen einzelne auffallend gemaserte Stämme auf, deren wellenförmiger Faserverlauf ebenso wie Wechseldrehwuchs begehrte Maserungen für die Furnierproduktion darstellen. Diese Maserungen sind auch als moiré und pommelé bekannt.

Mallee, Brown
Maserknollen stammen vom Brown Mallee (Eucalyptus dumosa) und zeigen eine sehr feine fehlerfreie Augenmaser ohne die bei Eukalyptus-Knollen sonst typischen Harztaschen-Löcher. Der Farbton reicht von einem hellen Braun bis zu intensiv tiefen braungelblichen Farbtönen, die Maserung ist in ihrer Feinheit Amboina ebenbürtig. Das Holz ist sehr feinporig und dicht, läßt sich mit scharfen Werkzeugen gut drehen und bearbeiten. Fein geschliffene Flächen werden sehr glatt und lassen sich zu einem wunderschönen Glanz polieren.

Mallee, Red
Dieses Maserholz stammt vom Australischen Red Mallee (Eucalyptus socialis) und hat sehr feine, fehlerfreie Augenmaser ohne die bei Eukalyptus-Maser sonst fast immer typischerweise vorkommenden großen Harztaschen-Löcher. Der ungewöhnlich intensive Farbton reicht von blassem Rot bis zu wirklich feuerroter Farbe, die Maserung ist in ihrer Feinheit Amboina ebenbürtig. Das Holz ist sehr feinporig dicht und hart, läßt sich mit scharfen Werkzeugen gut drehen und bearbeiten. Fein geschliffene Flächen werden sehr glatt und lassen sich zu einem wunderschönen Glanz polieren. Winzige Löcher, wie bei allen Eukalyptus-Hölzern üblich, können leicht mit einem Tropfen Sekundenkleber aufgefüllt werden!

Mallee, Rib fruited
Rib Fruited Mallee Maserholz (Eucalyptus corrugata ) kommt aus der Goldfield-Region Südwest-Australiens und kommt von einer der ca. 700 in Australien wachsenden Eukalyptusarten. Diese Eukalypten entwickeln typischerweise starke Maserknollen, die bei Holzhandwerkern sehr beliebt sind ob ihres dichten, harten und besonders schönen Holzes mit feinen Maseraugen und -Knospen. Die Maserhölzer aus der Goldfield-Region lassen sich nur schwer voneinander unterscheiden, also verlassen wir uns mal auf die Australier, die diese geerntet haben, denn diese sagen: das ist Rib Fruited Mallee!

Mandelbaum
Mandelbaum-Holz Der Mandelbaum (Amygdalus communis) wächst wild im südlichen Teil Europas, vielen dürfte der Baum durch seine einmalige Blütenpracht von Mallorca bekannt sein, die Mandelbaumblüte ist im Februar dort ein großes Ereignis. Der über viele Jahrtausende kultivierte Baum spendet Holz, Harz und die begehrten Früchte. Auch in Deutschland wachsen in geschützten Lagen Mandelbäume, diese werden aber selten sehr groß. Das harte Holz ist sehr schwierig zu trocknen, die Tendenz zur Rißbildung sehr groß, es ist gelblichweiß mit braungeflammtem Kern. Rißfreie größere Stücke sind eine echte Rarität!

Maulbeerbaumholz
Der Maulbeerbaum (Morus nigra) stammt ursprünglich aus Asien, ist aber heute in ganz Südeuropa zu finden. Im 17. Jahrhundert wurden Maulbeerbäume sogar nach Nordeuropa importiert und großflächig angepflanzt, die Blätter der Bäume sollten die Nahrung für Seidenraupen bilden, die zu der Zeit gezüchtet wurden. Doch stellten sich die Bäume als nicht dauerhaft für die nördlichen Länder heraus, heute sind sie eine Rarität in Deutschland. Das Holz ist besonders zäh und hart, sehr dauerhaft und stark und das Kernholz von einmalig schöner goldgelber bis hellbrauner Farbe. Es wurde traditionell zum Bau von Fässern verwendet.

Medang Maser (
Medang Maser (Nothaphoebe spp.) wird das Maserholz einer Gruppe von ca. 20 Hölzern aus Südostasien genannt, die der Familie der Lauraceae angehören. Die Bäume wachsen auf Borneo, Malaysia, Indonesien, Vietnam, Kambodscha und Laos. Viele sehr unterschiedlich ausfallende Hölzer sind in dieser Gruppe zusammengefasst, so dass auch die Hölzer schon farblich eine sehr große Spannweite haben: mögliche Farben reichen von einem silbrigen Hellgrau über Goldgelb, Hellbraun-Grau bis zu Gelbgrün und sogar Rottönen. Das Gewicht variiert zwischen 400 und 850 kg/m3, das Holz ist also leicht und dabei doch hart genug für fast alle Verwendungen. Holz aus den Maserknollen zeigt einen auffallend seidigen und warmen Glanz, der erst durch Oberflächenbehandlung seine enorme optische Tiefe und dreidimensionale Wirkung erhält. Unglaubliche 3-D-Effekte finden sich in dem Maserholz!

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