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...mussten wir dieses Mal ausrückenum ein paar Stücke eines interessanten Holzes zu sichern: Nach einem Anruf des Grünflächenamtes war es uns vergönnt, dieses wunderschöne Holz vor dem Häcksler oder dem Ofen zu retten! Ehemals auf einer großen innerstädtischen Grünfläche wachsend, musste dieser Stamm Bauarbeiten weichen. 
Bevor wir diese sehr stattlichen Stammstücke einer Ölweide (Elaeagnus angustifolia) einladen konnten, war aber mühevolles Schleppen schwerer Stammabschnitte über Berliner Straßen nötig, um diese dicken und fehlerfreien Abschnitte in unsere Autos laden zu können.
Nach einer angemessenen Trocknungszeit in unseren Lagerräumen wird dieses Holz demnächst unser Sortiment erweitern!

 
 
 
 
 

Manchmal muss man nur geduldig sein, um eine echte Rarität zu ergattern: Nachdem Mercedes-Benz mit ihrem vierrädrigen Dinosaurier der Marke Maybach so grandios scheiterten, war lange Zeit kein Amboina-Maser auf dem Markt, das diesen Namen auch verdient hätte. Zur Produktion des Maybachs ab 2002 mussten sich alle großen Furnierhersteller mit Lieferverträgen an den Hersteller binden, um dieses Furnier in 1A-Qualität und nötiger Menge auch langfristig liefern zu können. Bei einem Bedarf von deutlich über 10 m2 pro Fahrzeug, glaubte man langfristig eine große Menge an Amboina-Maserholz zu benötigen, um die dauerhafte Versorgung des Herstellerwerks bzw. deren Zulieferer sicherzustellen. Dadurch flossen alle auf dem Markt verfügbaren Mengen Amboina-Maser zu Maybach bzw. zu deren Lieferanten, die dieses extrem seltene und teure Holz denn auch fast restlos zu Furnieren aufarbeiteten, um die Lieferverträge einhalten zu können.
Nachdem dann im Jahr 2012 die Produktion des Maybachs eingestellt wurde, liegen nun noch riesige Mengen Amboina-Furnier in den Regalen der Zulieferer, der Markt für das Furnier ist völlig übersättigt,  neue Maserknollen sind wegen des Überangebots kaum mehr importiert worden, zudem die auf dem Weltmarkt verfügbaren Mengen an Maserknollen schon vorher sehr gering waren.
Wir konnten jetzt eine große und wunderschöne Maserknolle kaufen, die zu unserem Glück noch nicht zu papierdünnen Furnieren aufgearbeitet worden ist, sondern aus dem eisernen Vorrat eines der Zulieferer stammt und noch ihre natürlich gewachsene Form hatte.
Natürlich war ein wahrhaft fürstlicher Preis für diese Rarität zu berappen, zudem war der Knolle nur sehr wenig von ihren inneren Werten anzusehen- das volle Risiko lag beim Käufer, uns! Nach der Bezahlung kam der Tag der Wahrheit, als diese Maserknolle auf einer Blockbandsäge vorsichtig und nach langer Beratung aller Beteiligten in verschiedene Platten und Scheiben aufgeschnitten wurde.
Um es kurz zu machen: unsere Erwartungen wurden übertroffen, die Maserung im Inneren der Knolle ist wirklich spektakulär, allerfeinst geaugt und wirklich feuerrot leuchtend, dabei ohne Rindeneinwüchse, stockige, faule Stellen oder Glatzen, also Stellen mit wenig bis keiner Maserung! Nach dem Befeuchten entwickelt das Holz einen einmalig schönen Lüster, optische Tiefe und die unglaublich feine Struktur mit all ihren welligen Faserverläufen, Maseraugen und Splintfarben ist wirklich einmalig!
Jeder, der einmal dieses Holz in den Händen hält, wird wissen, welche Faszination von diesem makellosen Material ausgeht, und warum seit Jahrhunderten dieses sehr edle und seltene Maserholz zu den teuersten Hölzern des weltweiten Handels zählt, wenn es nicht gar das mit Abstand teuerste Holz ist, das für Möbel, Furniere, Ausstattungen und kunsthandwerkliche Arbeiten verwendet wird!
Auf den Fotos bekommen Sie einen Eindruck, welche Metamorphose das Holz durchmacht von der rohen, eher unansehnlichen Knolle bis zu fertigen Messergriffschalenpaaren, noch auf dem Tisch der Säge liegend!
Wir freuen uns, unseren Kunden wieder uneingeschränkt echtes 1-A-Amboinamaser anbieten zu können.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wir konnten kürzlich endlich mal wieder unser Lager mit extra langen Ebenholzkanteln in echter 1-A-Qualität auffüllen, und zeigen Ihnen hier ein paar Fotos: es sind Längen bis 140 cm Länge verfügbar, in Querschnitten ab 40 x 40 mm bis zu 80 x 80 mm.

 
 
 
 
 
 

Buchsbaum gehört zu den eher selten anzutreffenden Hölzern im Holzhandel, und obwohl ich persönlich eine besondere Vorliebe für dieses seltene Holz haben, führt dieses Holz doch eher ein Nischendasein in unserem Sortiment.
 Umsomehr haben wir uns gefreut, als wir jetzt im Nachlass einer großen Holzhandlung ein paar wirklich riesige Stücke Buchsbaum ausgraben konnten!
Mit Breiten von fast 25 cm gehören diese Stücke zu den absoluten Ausnahmen, solche uralten Stämmchen wachsen nur in den Pyrenäen und haben dort sichert Hunderte von Jahren benötigt, um so große Stämme zu bilden. 


Bei aller Freude über den Kauf dieser Pretiosen wird unser Dilemma nun sein, wann und wo wir den ersten Schnitt in solch ein seltenes Stück Holz machen werden. Was schneidet man daraus? Ist das nicht fast schon Frevel?
 Ich kann mir schon vorstellen, wie das alles endet: wahrscheinlich werden diese Jahrhundete alten Stücke aus lauter Ehrfurcht und Bewunderung unantastbar bleiben. Bis dann in ein paar -zig Jahren bei einer Lagerräumung oder einem Umzug jemand diese Stücke wieder erneut findet, sie mit Kennerblick untersucht um dann am Ende zu sagen: sowas darf man doch nicht zersägen....zurück ins Regal!

 
 
 
 

Bei Baggerarbeiten in einer Grube in Norddeutschland wurde der Stamm dann im Jahr 2011 in einer Tiefe von ca. 20 Metern gefunden und geborgen, und nun wird dieser ca. 60 cm dicke Stamm, zu Bohlen aufgeschnitten, viele Jahre einem sehr langsamen und aufwendigen Trocknungsprozess unterworfen, um dann irgendwann -hoffentlich halbwegs rissfrei- als verarbeitbares trockenes Mooreichenholz in unserem Webshop aufzutauchen. Besonders die fast pechschwarze Farbe ist recht ungewöhnlich, aber nach 6400 Jahren im Morast eigentlich auch nicht anders zu erwarten gewesen!
Obwohl wir Spezialisten für Mooreichen sind, haben wir doch bisher oft deutlich jüngeres Holz gehabt, die meisten Altersbestimmungen wiesen als Alter nur ca. 2000 Jahre aus. Dieser Eichenstamm aus der Jungsteinzeit (Neolithikum, ca. 5000–3000 v. Chr.) ist damit sogar etwa 1000 Jahre älter als die berühmteste Gletscherleiche der Kupfersteinzeit, des Ötzi, welcher um 3200 v. Chr. gelebt haben dürfte.

 
 
 
 
 
 
 
 

Mooreiche ist ein faszinierendes Material, das schon seit Jahrhunderten Menschen fasziniert und beschäftigt, es hat in Kunst und Handwerk breite Verwendung gefunden und ist heute mehr denn je ein Holz, aus dem nur hochwertige und feine Objekte gefertigt oder mit diesem Holz veredelt werden. Wir sind durch lange Erfahrung zu Experten in Sachen Mooreiche geworden, deshalb hier ein paar Erklärungen zu Umgang, Lagerung und Bewertung dieses schwierigen Holzes!
Mooreiche ist an sich überhaupt nicht selten, fast jeden Tag werden in Nordeuropa bei Erdarbeiten, Aushüben, Flussvertiefungen, Baggerabeiten in Kies- und Sandgruben in der Erde lagernde Stämme gefunden, die meist sogar ein echtes Ärgernis für die Arbeiter darstellen. Ein in der Erde feststeckender, oft tonnenschwerer Stamm lässt sich nicht so einfach entfernen, meistens muss da sogar ein Kran zur Hilfe geholt werden.
Wenn dieses Ärgernis dann endlich beseitigt, der Brocken geborgen ist und die Arbeiten fortgesetzt werden können, geht es gleich weiter: wohin mit dem Trumm? Selbst wenn der Stamm noch halbwegs intakt und nicht völlig zersetzt und rissig ist, setzt jetzt ein schnell fortschreitender Prozess des Zerfalls und der Rissbildung ein, der besonders bei warmem Wetter in kurzer Zeit zur völligen Zerstörung des Holzes führen kann.
Man kann die Stämme in Folien einschlagen, was aber fast immer einen Fäulnisprozess mit Pilzbefall und Schimmelbildung in Gang setzt, man kann das Holz dauerhaft mit einem Rasensprenger beregnen und damit den Zustand eine Zeit lang konservieren, doch ein sofortiger Einschnitt des Stammes im Sägewerk zu Bohlen und Brettern hat sich als sichere Methode erwiesen, dieses wertvolle Material nutzbar zu machen. Allerdings sind bei Sägewerkern Mooreichenstämme gar nicht beliebt, in den meisten Fällen befinden sich Sand oder kleine Steinchen im Holz, die recht zuverlässig jedes teure Sägeblatt ruinieren...
Jetzt kann auch erstmals die Farbe der Mooreiche beurteilt werden: am gesuchtesten ist natürlich eine tiefschwarze Farbe, die aber nur unter dem glücklichen Zusammenwirken verschiedener Faktoren wie Holzinhaltsstoffen, Eisenionen, Sauerstoffabschluss und Moorwasser zustande kommt. Sehr oft sind Mooreichenstämme nur hell Gelbgrau, Braun bis Grau gefärbt, was natürlich weitaus deutlich geringer bewertete Farben sind. Auf den Einschnitt im Sägewerk folgt dann eine jahrelange Lagerung in verschiedenen Räumen mit unterschiedlich abgestuften Luftfeuchteverhältnissen, bis die Bohlen nach etlichen Jahren, vielfachem Umstapeln, Umlagerungen in andere Räume und sehr viel Geduld dann irgendwann so weit getrocknet sind, dass man sie normalen Klimabedingungen aussetzen kann. Unter diesen normalen Bedingungen trocknet das Holz dann auf eine relative Feuchte von ca. 10 % herunter, damit kann die Mooreiche anschließend wie übliches Holz weiter verarbeitet werden.
Durch die Trocknung entstehen im Holz natürlich große Spannungen, die sich in extremen Verwerfungen, Rissen und Verzug äußern können, Sie finden einige Fotos solcher krummer Stücke in der Fotogalerie. Die Trocknung muss also einfach sehr langsam und schonend bei ständiger  Überwachung der Holzfeuchte geschehen. Trotz sorgfältiger Trocknung sind in Mooreichenholz immer mehr oder weniger starke Risse zu finden, auch morsche Stellen oder durch Pilze verfärbte Stellen müssen aus dem Holz herausgeschnitten werden, so dass am Ende nur etwa 30-50 % des geborgenen Holzes verarbeitet werden können. Je größer und länger die Maße der gewünschten Zuschnitte werden, desto stärker steigt aber auch der Ausschuss an, immer wieder vorkommende Risse können dann auch schon mal den Auszusortierenden Verschnitt auf 80 - 90 % anwachsen lassen. Wir nutzen dieses Holz für vielfältige Anwendungen, und selbst die beim Zuschnitt von Fixmaßen anfallenden Reste, Abschnitte und minimal fehlerhafte Stücke werden in Sortimenten zusammengefasst und verkauft, dieses tausende von Jahren alte präfossile Material ist es einfach wert, ihm mit besonderem Respekt zu begegnen!

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wir konnten einen schönen Posten Mooreiche ergattern, den wir gerade in unserem Keller eingelagert haben. Diese Mooreiche ist um ca. 500 n. Ch. in der Nähe von Bad Gandersheim gewachsen, bis dieser Baum mit einem Alter von ca. 150 Jahren durch einen Sturm oder ähnliches unter die Wasseroberfläche oder unter morastigen Boden geriet.  Unter  Sauerstoffabschluss lag dieser 8 Meter lange und ca. 60 cm dicke Stamm dann bei optimalen Bedingungen bis zum Jahr 2008 gut geschützt in der Erde und überdauerte die letzten 1500 Jahre der Zeitgeschichte, bis dieser Stamm dann bei Pflegearbeiten in einem Gewässer gefunden und geborgen werden konnte. Die rissfreie Trocknung solcher Mooreichen ist ein großes Problem, das wir aber lösen konnten- wir sind zuversichtlich, ab Herbst 2010 Stücke von diesen wunderschönen und bemerkenswert breiten, schön dunklen Bohlen unseren Kunden über den Webshop anbieten zu können!

 
 
 
 
 
 

Wir freuen uns, Ihnen mal wieder etwas ganz Besonderes bieten zu können: wir konnten ein paar Knollen bzw. Abschnitte von außerordentlich schönem Honduras-Palisander-Maserholz ergattern und haben die größte Knolle schon aufgeschnitten. Uns hat es den Atem verschlagen- so schöne und weitestgehend gesunde, fehlerfreie Maserknollen sieht man nur selten. Zunächst sind unsere Messergriffblöcke und Pen Blanks aus diesem neuen Holz geschnitten, demnächst folgen auch größere massive Stücke dieser Knollen. Hier sehen Sie ein paar Fotos der Maserknollen während der Aufarbeitung!

 
 
 
 
 
 



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