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Manchmal stolpert man über ungewöhnliche, skurrile oder lustige Funde zum Thema Holz und Holzverwandtes, über die wir hier in lockerer Folge berichten werden.

Im Jahr 2010 fand in Köln die Möbelmesse statt, und ein leicht unterbelichteter Journalist hat dort einen prächtigen Bock geschossen: Auf einem Messestand der italienischen Firma Plano Design war ein riesiger Tisch aus Sumpfkauri ausgestellt. Dieses sehr dauerhafte Holz hat ähnlich wie Mooreiche bei uns, in seiner Neuseeländischen Heimat lange Zeit unter der Erde gelegen und ist dabei nicht verrottet. Ein unbedarfter Fotograf oder Schreiber hat diesen Tisch fotografiert und offenbar auf dem Stand einen Vergleich zur Mooreiche aufgeschnappt, ohne auch nur ein Quäntchen Kenntnis von der Materie zu haben. Ein schlechtes Gedächtnis gehörte sicher auch zu seiner Grundausstattung.
 Der Tisch aus Kauri mutierte jedenfalls zu einem solchen aus Mooreiche, und da an der Wand des Messestandes groß Kauri steht, musste das ja dann wohl der Name des Ausstellers sein. Und wo kommt Kauri(smäki) her? Richtig, aus Finnland, und ein jeder halbgebildete Fotograf oder Filmheini kennt den, das ist mal ganz sicher. Und so wurde am Schreibtisch aus einem imposanten Tisch aus halbfossilem (Sumpf)-Kauri...                                                                        
...ein finnischer Tisch aus Mooreiche von der Firma Kauri!
Auch wenn ansonsten das Stoßgebet in Richtung Himmel nicht unser gängiges Mittel auf der Suche nach Beistand in Sachen Bildung und Wissen ist:
Herr, lass Hirn regnen-ganz besonders über den Büros der !Fakten, Fakten, Fakten!-Focus-Journalisten!
Wie war das doch früher schön, als der Zeitungsheini noch seinen Notizblock dabeihatte, in dem er das aufschrieb, was er nicht kannte oder wusste, und dann vor dem Tippen des Beitrags noch einmal seine Bildung, ein Lexikon oder einen erfahrenen Kollegen konsultierte, wenn ihm etwas spanisch (oder eben Finnisch) vorkam.
Für eine vergrößerte Ansicht bitte auf das Bild klicken!   (Foto © Focus online)

Die fetten Jahre waren vorbei, kurz nachdem diese Esche in Frankreich gerade mal ein paar Jahre alt geworden war. Noch nie haben wir einen solch extremen plötzlichen Wechsel im Jahres-Zuwachs eines Laubbaumes gefunden!
Nach ca. 20 Jahren Wachstums dieser Maser-Esche, die mit einem fast 20 mm dicken Zuwachsring endeten, folgten dann sehr viel magerere Jahre mit normalen Zuwächsen im mm-Bereich, wie sie typisch für Eschen sind.
Zu gern wüssten wir, was denn da los war, was diesem Baum so optimale Lebensbedingungen bescherte.
Für vergrößerte Ansicht bitte Bild anklicken!



Spuren des Krieges? Metall im Inneren eines Baumes
findet man nicht alle Tage, und wenn doch einmal, dann flucht der Mann an der Säge! Im Ast dieses Lebensbaumes aus dem Schlosspark des Schlosses Drachenburg bei Königswinter am Rhein steckte dieses stahlummantelte bleigefüllte Geschoss, und unser Bandsägeblatt kreischte plötzlich ganz laut auf und war danach hinüber. Zum Glück kommt das nur sehr selten vor. Für eine vergrößerte Ansicht bitte auf das Bild klicken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Löcher im Holzz sind nichts ungewöhnliches, doch selten wächst ein Baum so schön mit schwarzem Kernholz um ein großes, möglicherweise von einem Bohrwurm gefressenes Loch herum wie bei diesem Beispiel:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei diesem Stück karelischer Maserbirke haben wir uns zuerst über den tief im Holz verborgenen unsichtbaren Nagel geärgert, beim näheren Betrachten des Stückes kam dann aber bei allen Mitarbeitern das Stirnrunzeln: wie kam der Nagel mit dem breiten Kopf voran in das Holz, so dass nun die Spitze in Richtung Rinde weist?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da der Baum sicher 50 cm Durchmesser hatte, ist der Nagel vielleicht vor langer, langer Zeit von der Außenseite des Stammes ins Holz geschlagen worden, wir werden es nie herausfinden...

 

 



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