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Bitte schicken Sie uns keine Holzangebote von Bäumen aus Gärten!

Wenn Sie mit einer Suchmaschine hierher gefunden haben, weil Sie einen Baum in Ihrem Garten gefällt haben und jetzt jemanden suchen, der Ihren wertvollen Kirschbaum, Nussbaum, Apfelbaum, Flieder oder Ihre Eibe ankauft oder -noch besser- Ihnen den Baum erst fällt und dann auch noch kauft, lesen Sie bitte kurz diesen Text, bevor Sie uns Ihr Holz anbieten!

Wir kaufen kein Holz aus Gärten, Schrebergärten und von Grundstücken an. Dieses ist in aller Regel wertlos bis auf den Brennholzpreis!

Hier finden Sie ein paar zutreffende Infos zum Thema Holzpreise. Dieser liegt zur Zeit (2015) bei etwa 30 - 50 € pro Festmeter. Wenn Sie sich die Arbeit machen, den Stamm zu zerteilen, in ofengerechte Stücke zu spalten und diese dann mindestens ein Jahr zu trocknen, können Sie diesen Preis verdoppeln.

Falls Ihnen das nicht genügend Profit ist, machen Sie es wie die Profis und Waldbesitzer: bringen Sie ihren wertvollen Baumstamm zu einer der meist 2 mal im Jahr stattfindenden Wertholzsubmissionen, die Anschfriften bekommen Sie vom Förster in ihrer Nähe. Danach können Sie den Baumstamm dann ja immer noch als Brennholz verwerten.

Am einfachsten ist natürlich immer noch der direkte Gang zum örtlichen Brennholzhändler, hier sind sie direkt an der richtigen Adresse. Da in letzter Zeit deutlich vermehrte Nachfrage nach Brennholz besteht, sind diese immer am Ankauf von Stämmen interessiert. Ein ganz besonders Kapitel sind hier die Wurzeln von Bäumen, insbesondere von Nussbäumen: diesen werden in Laienkreisen immer wieder märchenhafte Werte bescheinigt. Meistens hat irgend ein schlauer Nachbar oder Bekannter gesagt, dass solch eine Nussbaumwurzel (oder ein Nussbaumstamm) ja für die Herstellung von Furnieren von großem Wert sei, ein Verbleib in der Erde deshalb geradezu ein Verbrechen und der Verzicht auf viele tausend Euro darstelle. Solche Nussbaumwurzeln wie z.B. die von Omas gerade umgesägtem Baum seien doch sicher wahnsinnig wertvoll...  
Am besten bieten Sie diesem Schlaumeier dann an, er könne den Baum oder die Wurzel dann doch von Ihnen preiswert kaufen, um das tolle Geschäft selbst zu machen: spätestens ab diesem Augenblick hat sich das Ganze dan erledigt, und sie wissen, was der wertvolle Baum wirklich wert ist: Nichts, rein gar nichts bis auf den Heizwert.

Richtige Maserknollen sitzen immer direkt am Stamm, können aber (sehr viel seltener) auch mal unter der Erde am Erdstamm wachsen und können wertvoll sein. Doch auch hier ist nicht immer teuer, was selten ist: jeder Baum hat eine Wurzel, nur wenige Bäume haben eine Maserknolle und nur wenige Maserknollen sind fehlerfrei, ohne Löcher und so schön gemasert, dass daraus Furniere hergestellt werden können. Es ist so wie mit dem goldenen glänzenden Ring, den man auf der Straße findet und hofft, er sei sicher reines Gold: diese Ringe sind immer aus dem Kaugummiautomaten, nie wertvolles Gold!

Man kann nur vermuten, wie viele Laien sich schon wegen dieser simplen Verwechslung bedauernswerter Weise den Buckel krumm geschuftet haben, um eine vermeintlich wertvolle Wurzel auszugraben, diese dann aufwändig von Erdreich, Steinen und Rinde zu reinigen um dann nach dem ersten Schnitt festzustellen, dass es Brennholz ist!

Fazit: Nusswurzel ist nicht Nussmaser! Nusswurzeln haben langweiliges, wertloses Holz!

Und für den >ganz Schlauen, der jetzt einwenden wird, dass doch die schönsten und wertvollsten Barockmöbel in ihrer Zeit tatsächlich mit Nusswurzelholz furniert worden sind, kann ich nur sagen: bei Verfügbarkeit von Maserholz wären diese sicher auch damit furniert worden, doch nahm man damals, was der Baum halt hergab -die Handelswege zu weit entfernten Gegenden der Welt waren zu teuer für solche relativ preiswerten Güter wie Holz. Dafür mussten es schon Edelhölzer wie Ebenholz, Palisander oder Satinholz sein, die dann bei Verfügbarkeit auf dem Markt ein -zigfaches dessen kosteten, was für einfachen Nussbaum hier verlangt wurde. Wirklich teure und aufwendige höfische Möbel waren auch tatsächlich mit Nussmaser furniert, und der preiswerte und weniger schöne Ersatz war dann das Wurzelholz.



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